Magdeburg l Der SC Magdeburg geht in der kommenden Saison mit breiter Brust und (wie der THW Kiel) mit drei Sternen auf dem Trikot auf Torjagd. Und vielleicht kommt das neue Vereins-Logo mit den drei goldenen Sternen als Symbol für den Gewinn von zehn DDR-Meistertiteln und einem Triumph in der Bundesliga-Saison 2000/2001 mit einer großen Portion Glück sogar auch international groß raus.

"Mit der neuen Saison wird das alte gegen das modifizierte SCM-Logo ausgetauscht. Es erscheint dann auf Briefköpfen, offiziellen Dokumenten und handballspezifischen Merchandising-Produkten überall mit drei goldenen Sternen über dem Wahrzeichen der Stadt", erläutert SCM-Manager Marc Schmedt.

Beschlossene Sache, es dem großen Bruder Fußball gleichzutun, bei dem beispielsweise die Bayern (vier Sterne) oder Juventus Turin (3) oder auch das DFB-Team (3) seit Jahren mit Stolz ihre Erfolge zur Schau tragen dürfen, war es bereits zu Beginn der aktuellen Saison in der Handball-Bundesliga. Allerdings kam das grüne Licht zu spät für die Magdeburger, die im Zuge der neuen, regionalen Werbe-Kampagne "Wir für Magdeburg" die benötigten 2000 Trikots bereits fertiggestellt hatten. "Es wäre damals einfach zu teuer gewesen, noch einmal alles zu ändern", erklärt Schmedt die Verzögerung.

Was dagegen eine Neuauflage erfährt, ist das regionale Sponsorenkonzept. "Wir werden den Weg, der im Vorjahr nach dem Wegbruch von drei Groß-Sponsoren eingeschlagen wurde, konsequent weitergehen." Nicht zuletzt die Turbulenzen um den HSV Hamburg würden den SCM darin bestärken, "dass es richtig ist, uns wirtschaftlich breit aufzustellen und auf den Mittelstand zu bauen. Inzwischen sind wir bei 240 Sponsoren angekommen. Sicher ist das alles etwas mühseliger und aufwändiger, aber der Erfolg gibt uns recht", so Schmedt, den der SCM mit seinem Regionalkonzept sogar in der Vorreiterrolle sieht. Schmedt: "Ich bin überzeugt, dass unser Geschäftsmodell in der Bundesliga auf weite Sicht das tragfähigere ist."