Magdeburg/Kiel/Gummersbach l Es ist soweit: Auch die Handball-Fans in der Region schauen mit großer Spannung auf den Showdown in der Handball-Bundesliga, denn der Zweikampf um die Krone zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem THW Kiel wird tatsächlich am heutigen letzten Spieltag entschieden (16 Uhr/Live-Konferenz auf Sport1).

Beide Top-Clubs liegen punktgleich an der Spitze, eilen in den letzten Wochen von Kantersieg zu Kantersieg, um die möglicherweise alles entscheidende Tordifferenz in die Höhe zu schrauben. Denn gerade einmal sieben winzige Tore trennen den Zweitplatzierten THW (hat zu Hause die Füchse aus Berlin als Gegner) vom Spitzenreiter. Der muss heute beim VfL Gummersbach ran.

Steffen Stiebler, der Sportliche Leiter des SCM, glaubt an einen Triumph der Löwen: "Sie haben aus meiner Sicht einfach die bessere Ausgangsposition mit sieben Toren plus." Trainer Uwe Jungandreas meinte: "Abwarten, ich traue dem THW durchaus zu, dass sie das mit einem Riesenspiel und vielen Toren noch ziehen. Das Wichtigste ist doch für unseren Sport, dass der Titelkampf bis zum letzten Tag spannend blieb."

Der aus Magdeburg stammende einstige National-Keeper Henning Fritz, der bei beiden Teams über Jahre hinweg im Kasten stand, sagt zum verrückten Kopf-an-Kopf-Rennen: "Es war schon interessant, zu welchen Ergebnissen die Löwen und auch Kiel in der Lage waren, wenn es um die Tordifferenz geht." Nunmehr hätten die Löwen die Trümpfe in der Hand, denn, "sieben Tore, das ist bei einem einzigen ausstehenden Spiel eine ganze Menge . Kiel muss gegen die Füchse überhaupt erst einmal gewinnen. Die Löwen haben es eindeutig in ihrer eigenen Hand."