Magdeburg l Der neue Trainer Jens Härtel bestätigte zwar, dass man verstärkt nach einem Mittelfeldakteur Ausschau halte ("Auf dieser Position ist sicherlich noch Luft nach oben"), doch es müssten eben auch die Rahmenbedingungen passen, in erster Linie das Finanzielle. Wobei Sportchef Mario Kallnik betonte: "Wer überzogene Forderungen stellt, ist bei uns fehl am Platze. Wir verfügen über ein bestimmtes Budget, und das wird nicht überschritten."

Drei Kandidaten befinden sich derzeit im Probetraining, zwei davon mit einer Vita, die sich sehen lassen kann. Der Serbe Nikola Trkulja (23) ist der Sohn von Dragan Trkulja, der Ende der 90er Jahre den SSV Ulm sensationell in die Bundesliga schoss. Der Filius (Marktwert 75 000 Euro) kickte zuletzt ebenfalls für Ulm in der Regionalliga Südwest, gilt als talentierter Regisseur, ist 1,88 m groß, beidfüßig und derzeit vereinslos.

Christian Skoda (23) von der TSG Neustrelitz hat der FCM deswegen in schlechter Erinnerung, war er es doch, der an beiden 2:1-Erfolgen gegen die Blau-Weißen in der vergangenen Saison maßgeblichen Anteil besaß. Der gebürtige Braunschweiger (Transferwert 75 000 Euro) ist 1,80 m groß, beidfüßig und ebenfalls ablösefrei zu haben.

Für die Verpflichtung eines Mittelfeldakteurs spricht auch, dass der als Titelanwärter Nummer eins gehandelte Club in den übrigen Mannschaftsteilen gerüstet ist. Im Tor hat Matthias Tischer mit dem zweitligaerfahrenen Jan Glinker (zuletzt Union Berlin) enorme Konkurrenz erhalten. Die ohnehin gut besetzte Abwehr dürfte mit Chemnitz-Rückkehrer Silvio Bankert noch stärker geworden sein. Und im Angriff hat Härtel neben den Torgaranten Christian Beck und Lars Fuchs sowie Matthias Steinborn mit den Neuzugängen Nicolas Hebisch (TSG Neustrelitz) und Marcel Schlosser (Carl Zeiss Jena) quasi die Qual der Wahl.

Darüber hinaus sucht der FCM einen Torwarttrainer, der allerdings nicht ausschließlich der ersten Mannschaft zur Verfügung stehen soll. Der Posten war in den vergangenen Jahren aus Kostengründen ersatz- los gestrichen worden, nun soll die Stelle wieder besetzt werden. Kallnik räumte allerdings ein, dass man sich diesbezüglich ein wenig schwer tue und es auch schon zwei Absagen gegeben habe. Dennoch zeigte er sich zuversichtlich, schon bald eine Lösung präsentieren zu können.