Magdeburg l Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg ist laut Mario Kallnik für die neue Saison gerüstet. "Wir sind startklar, richtig gut sogar", sagte der Sportchef voller Überzeugung.

Sein Optimismus kommt nicht von ungefähr. "Der Kader ist komplett, wir sind auf allen Positionen doppelt besetzt. Mit Carsten Nulle haben wir inzwischen auch einen Torwarttrainer verpflichtet. Kevin Waliczek, ein Magdeburger Sportstudent, steht Cheftrainer Jens Härtel als Video-Analyst zur Verfügung. Und im Nachwuchsbereich sind wir ebenfalls bestens aufgestellt, was der Stern im DFB-Zertifizierungsverfahren deutlich unterstreicht", zählte Kallnik auf.

Hintergrund: Während die Lizenzvereine der 1. und 2.Liga zur Bildung eines Nachwuchs-Leistungszentrums (NLZ) ver-pflichtet sind, können Vereine unterhalb dieser Ligen freiwillig ein NLZ unterhalten, müssen dabei allerdings die gleichen Richtlinien erfüllen. "Dieses Testat ist eine besondere Anerkennung der in den letzten drei Jahren geleisteten Arbeit", freut sich Kallnik und hob dabei speziell den Verantwortlichen, Carsten Müller, hervor.

Im Zertifizierungsverfahren werden alle infrastrukturellen, personellen, organisatorischen und sportlich-konzeptionellen Details mittels eines festgelegten Punkteschlüssels bewertet. "Die Auszeichnung ist neben der Bestätigung der zurückliegend geleisteten Arbeit aber auch eine Verpflichtung für eine weiterführende Entwicklung unserer Talente. Die vom DFB gelobte hohe Durchlässigkeit in den Regionalliga-Kader wollen und müssen wir noch weiter intensivieren", ergänzte Kallnik. Im derzeitigen Kader der ersten Mannschaft stehen mit Lukas Cichos, Nils Butzen, Torge Bremer und Morris Schröter vier Spieler, die im entsprechenden Zertifizierungszeitraum im eigenen Nachwuchs ausgebildet wurden.

Ein Problem ist allerdings noch nicht gelöst - die des fehlenden Trikothauptsponsors. "Wir werden aber nichts übers Knie brechen und sind weiterhin zuversichtlich, bis zum Saisonstart einen Partner zu finden", erklärte der Sportchef, betonte aber zugleich: "Sollte das wider Erwarten nicht der Fall sein, halten wir trotzdem an unseren Zielen fest und haben immer noch Plan B oder C in der Schublade."