Kienbaum l Früher war alles besser? Von wegen! Das Hier und Heute ist von Olphen Co. trotz aller Anstrengungen, die auch am Mittwoch in drei Trainings-Portionen nett angerichtet waren, "tausendmal lieber", wie Robert Weber beteuerte. Der Grund läge auf, oder besser gesagt, in der Hand: Der neue Trainer Geir Sveinsson ist nämlich ein großer Freund des kleinen Balls.

Weber erinnerte sich mit Grauen: "Früher hieß es nach anderthalb Stunden in der Halle: Und jetzt raus, Intervall-Läufe. Da ging jedem gleich die Muffe." Zum Glück verfolge der neue Coach jedoch eine andere Trainings-Philosophie. Soll heißen, von Anfang haben die Spieler die "Kugel" in der Hand. "Selbst das Intervall-Training wird spielerisch eingebaut, zum Beispiel beim Zwei gegen Zwei, oder Drei gegen Drei jeweils in Sechser-Serie a eine Minute", plauderte Weber aus dem Nähkästchen. "Das ist genauso intensiv, macht uns aber natürlich viel mehr Spaß. Denn jeder will ballern und Tore schießen, das liegt uns einfach mehr im Blut, schließlich sind wir ja keine Läufer, sondern Handballer!"

Tore zu verhindern, das ist dagegen der Job von Neuzugang Jannick Green. Doch das wird dem dynamischen Neuzugang offensichtlich nicht leicht gemacht. Und so pfiffen ihm gestern quasi im Sekundentakt die Bälle um die Ohren: "Das Training ist viel härter, als ich es aus Dänemark kenne. Ich bin nach den Einheiten ziemlich müde und kaputt. Aber die Truppe ist cool, und es macht echt Spaß."

Neue Spieler, neuer Trainer, neue Sitten, mehr Spaß - das ist wohl die frohe Botschaft des SCM zur Halbzeit des Trainingslagers.

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