Magdeburg l Beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg trennt sich ab sofort die Spreu vom Weizen. Nach sechs Testspielen (fünf Siege, ein Remis), in denen jeweils komplett durchgewechselt wurde, beginnt nun der Feinschliff.

Festlegen, welche Formation am Sonnabend (14 Uhr) bei Drittliga-Absteiger Energie Cottbus aufläuft, wollte sich Trainer Jens Härtel nach dem jüngsten 10:0-Kantersieg beim Landesligisten MSV Börde aber noch nicht: "Das geschieht erst nach ausführlicher Auswertung der Videoaufnahmen."

Sicher ist nur, dass der Kampf um die Stammplätze knallhart und megaspannend wird. Die besten Chancen dürften diejenigen haben, die das Konzept des Trainers am ehesten verinnerlichen. Am Mittwoch experimentierte Härtel hinten mit einer Dreier-Kette. Schon bei seinem Amtsantritt hatte er angekündigt: "Wir müssen variabel und in der Lage sein, auch auf unerwartete Situationen reagieren zu können."

Kapitän Marius Sowislo sagte: "Ob nun 3-4-3, 4-1-4-1, 4-2-3-1 oder 4-4-2; die Vorbereitungszeit ist dafür da, vieles auszuprobieren und verschiedene Systeme zu testen. Das ist wie in der Mathematik. Um eine Aufgabe zu lösen, braucht man die richtige Formel."

Auf die Frage, wo die Mannschaft nach sechs Testspielen steht, antwortete Sowislo: "Ich habe zwar ein gutes Gefühl und glaube auch, dass wir über mehr Qualität als in der vergangenen Saison verfügen, aber das wissen wir erst zum Start am 2. August gegen die U 23 von Union Berlin."

Positiv: Ernsthafter verletzt hatte sich beim Test gegen den MSV Börde niemand, so dass für das Cottbus-Spiel alle 24 Akteure einsatzbereit sind.