Magdeburg l Der Kampf um den Einzug in die 2. Bundesliga Pro B geht für den BBC Magdeburg in die nächste Runde: Im Nachlizenzierungsverfahren hat die "Junge Liga" (DJL), Dachverband der Basketball-Zweitligisten, auf Empfehlung eines Gutachterausschusses dem Verein die Lizenz entzogen, die sie ihm erst im Mai unter "erheblichen Auflagen" erteilt hatte, wie es in der Pressemitteilung vom gestrigen Freitag heißt.

Gegen zwei dieser Auflagen habe der BBC verstoßen, weshalb das Nachlizenzierungsverfahren nötig geworden war. Zum einen lag und liegt der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2012/13 nicht vor, zum anderen sind "wesentliche Veränderungen der wirschaftlichen Situation nicht offengelegt worden".

Wenn die jüngste Entscheidung nun per Post in Magdeburg eingetroffen ist, hat der BBC sieben Tage Zeit, Widerspruch dagegen einzulegen. "Das werden wir definitiv tun", sagte BBC-Geschäftsführer Toni Kohlmeyer gestern der Volksstimme. Selbst dieser Rückschlag konnte seinen Optimismus nicht brechen: "Wir sind ja nicht meilenweit von der Lizenz entfernt, und deshalb werden wir auch den Kopf nicht in den Sand stecken."

Nach Angaben des BBC ist ein Verlust von 250 000 Euro aus dem Geschäftsjahr 2013/14 zu erwarten. Und nach den bisherigen Erkenntnissen aus allen eingereichten Unterlagen vermutet der Gutachterausschuss "ein Fehlen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit" des Vereins. Kohlmeyer bestätigte: "Mit Stand heute ist eine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht erbracht worden. Aber wir wissen jetzt, was der Gutachterausschuss konkret haben will." Zudem: "Wir haben von der DJL eindeutig das Signal erhalten, dass unsere Arbeit in den vergangenen Wochen anerkannt wird."

Das hilft allerdings wenig, wenn die fehlenden Unterlagen in der nächsten Woche nicht zusammengetragen werden. Außerdem bringt die Entscheidung der DJL "uns in eine unglaublich schlechte Verhandlungsposition", was den Aufbau einer neuen Mannschaft für die kommende Saison betrifft, weiß Kohlmeyer. Und sie wird noch schlechter, sollte auch der BBC mit seinem Widerspruch scheitern. Dann bliebe noch der Gang vor das Schiedsgericht als letzte Instanz.