Magdeburg (dh) l Ein Bremsdefekt hat den tragischen Unfall des Seitenwagen-Teams mit Kurt Hock/Enrico Becker am vergangenen Sonnabend auf dem Sachsenring ausgelöst. Darüber informierte Bernd Sämann von der Staatsanwaltschaft Zwickau am Freitag auf Volksstimme-Nachfrage. Der Behörde liegt das Gutachten des technischen Sachverständigen vor, das sich unter anderem auf ein Video stützt, welches den Ermittlern von einem Privatfilmer zur Verfügung gestellt wurde. Daraus geht hervor: "Der Fahrer ist ordnungsgemäß in die Kurve hineingefahren, aber dann ist die Maschine seitlich ausgebrochen", erklärte Sämann. Das Gutachten bestätigte damit die erste Vermutung, dass es sich bei der Unfallursache nicht um einen Fahrfehler gehandelt habe.

Für Becker, der "lange vor dem Aufprall aus dem Seitenwagen geschleudert wurde", so Sämann, kam jede Hilfe zu spät, er erlag mit nur 31 Jahren seinen Verletzungen. Hock, 53 Jahre, wird seither im Chemnitzer Krankenhaus betreut.