Halberstadt l Am Mittwoch ist mit Sebastian Kischel die langjährige Nummer eins zu Germania Halberstadt zurückgekehrt - als Torwarttrainer.

Bereits im Nachwuchsbereich und dann wieder von 2001 bis 2012 - nach einem zweijährigen Abstecher zum FCM - gehörte der 32-Jährige zum Verein. Er war Teil des Erfolgs-teams, das sich stetig von der Verbandsliga bis in die Regionalliga verbesserte. Als VfB-Torhüter kam er auf 249 Einsätze. Nun gehört er ab sofort als Torwarttrainer wieder dazu, nachdem er vor genau zwei Jahren nach zu unterschiedlichen Auffassungen mit dem damaligen Neu-Trainer Willi Kronhardt seine Zelte abbrach. Schon 2012 machte er im Volksstimme-Interview deutlich: "Ich habe dem Verein viel zu verdanken, deshalb kehre ich auf jeden Fall irgendwann zurück!"

Gesagt, getan: Gemeinsam mit Eike Engel übernahm er am Mittwoch die Betreuung der drei VfB-Schlussmänner. Jeweils zweimal die Woche soll einer der beiden die Spezial-Trainingseinheit leiten, denn den ganz großen zeitlichen Spielraum hat der Halberstädter nicht: "Wir sind beide beruflich stark eingebunden, nebenbei spiele ich selbst noch aktiv, dazu kommt die Familie. Da ich mich mit Eike aber gut verstehe, werden wir diese Aufgabe ordentlich lösen."

Der neue sportliche Leiter Stephan Grabinski war es, der sich für Kischels Engagement stark gemacht und ihn bereits zu dessen ehemaligen Vereinen in Haldensleben und Barleben gelotst hatte. Jetzt also Halberstadt. Warum? "Germania und der Name Kischel - das gehört zusammen. Er hat gefühlt 500 Partien bestritten", beschreibt Grabinski, "er war damals einer der Väter des Erfolgs und hat maßgeblich zur positiven Entwicklung beigetragen. Sebastian bringt Erfahrung und Spaß in das Team, ich schätze ihn als Typen. Wir erhoffen uns mit ihm einen weiteren kleinen Sprung nach vorne."

Für Kischel selbst war die neu erworbene positive Außendarstellung mit ausschlaggebend für seine Entscheidung. "Aus dem Umfeld hört man, dass Germania in die richtige Richtung geht. Ich will gern zur weiteren Entwicklung beitragen."

Zehn Tage vorm Saisonstart richtet er den Blick aber auch schon Richtung Ligaalltag: "Der Auftakt ist knüppelhart. Mit dem BAK, dem FCM, Neustrelitz und Aufsteiger Bautzen gibt es da mehr als unangenehme Kontrahenten."

Eine Vertragslaufzeit haben beide Seiten übrigens nicht fixiert. Kischel: "Es gibt keine Befristung. Wenn es gut läuft, könnte ich mir vorstellen, diese Aufgabe länger auszufüllen."