Halberstadt l So etwas wie ein Germania-Urgestein, VfB-Wahrzeichen und Publikumsliebling der Halberstädter ist Co-Trainer Enrico Gerlach. Der 37-Jährige geht in seine 13. Saison beim VfB Germania Halberstadt.

Neun Jahre lang streifte er sich das Trikot selbst über, lange Zeit als Kapitän. Seit dreieinhalb Jahren gehört er zum Trainerstab im Vorharz und dürfte zu den bekanntesten Gesichtern der Stadt zählen. Seine Popularität verdankt er seiner offenen Art. "Die Rolle als Publikumsliebling muss man sich erarbeiten", beschreibt der Oscherslebener, "ich denke, die Art, wie ich Fußball gespielt habe, ist gut angekommen. Dazu habe ich immer ein offenes Ohr für jeden, egal, ob `kleiner Fan` oder `großer Sponsor`." "Gerle" ist immer nah am Volk.

In dieser Saison geht Gerlach wieder mit Freude zum Training, "der Spaß ist zurückgekehrt", so der 37-Jährige. "Wenn man 40 Stunden arbeitet, die Zeit mit der Familie umso wertvoller ist, dann sollte im `Nebengeschäft` Fußball das Zwischenmenschliche stimmen. Das ist mit Achim (Hollerieth/d. Red.) der Fall."

Gerlach blickt auf eine seiner Meinung nach ordentliche Vorbereitung zurück. "Man darf nicht vergessen, dass wir ein neu zusammengewürfelter Haufen sind. Klar war das Pokalspiel nicht gut, aber es fehlte die Spannung. Verständlich, wenn das Spiel kurzfristig abgesagt wird und auch der Nachholtermin fraglich ist."

Mit einem besser aufgestellten Team als 2013 hofft der Co-Trainer auf einen guten Saisonstart, "dann werden wir viel Spaß und mittelfristig Erfolge feiern. Beim BAK wollen wir gewinnen. Das ist Fakt".