Apolda (dpa) l Wolfgang Hoppe ist auf der Suche nach Olympia-Startern. Der Doppel-Olympiasieger von 1984 hat die Kunsteisbahn in Hunderfossen bei Lillehammer fest im Blick. Der heutige Nachwuchs-Bundestrainer will auf der Anlage, auf der er sich 1994 mit Vierer-Bronze von den Winterspielen verabschiedete, ein schlagkräftiges Aufgebot bei den Olympischen Jugendspielen an den Start führen.

Dazu hat er auf der Homepage des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland einen Such-Aufruf gestartet. "Im Februar 2016 wird in Lillehammer aber nicht mit einem traditionellen Zweier wie bei der Jugend-Premiere 2012 in Innsbruck-Igls, sondern mit Monobobs gefahren", erläutert der 56 Jahre alte Apoldaer. Im Monobob ist der Sportler Anschieber, Pilot und Bremser in Personalunion.

Der erfolgreichste Bob-Athlet des 20. Jahrhunderts sucht deshalb Jugendliche mit guten Voraussetzungen im Schnelligkeits-, Kraft- und Schnellkraftbereich. "Monobobs sind eine vernünftige Lösung, um Bobanfänger auf die Bahn zu bringen. Ich bin aber völlig dagegen, Monobobs als Konkurrenz zum Zweier oder Vierer zu entwickeln", meint Hoppe. In Altenberg, Königssee, Oberhof und Winterberg sind bereits solche Geräte stationiert.

Hoppe sucht aber nicht nur im Umfeld der Bobbahnen und bei traditionellen Clubs nach Talenten: "Auch Handballer, Gewichtheber und Leichtathleten können die gewünschten Voraussetzungen mitbringen", so der sechsmalige Weltmeister, der ausdrücklich die Arbeit im Mitteldeutschen Sportclub in Magdeburg lobt. Mit Marko Hübenbecker und Andreas Bredau kommen zwei Top-Anschieber aus dem Verein. "Dort wird sehr aktiv gesucht", schätzt er ein.