Olbia/Magdeburg l Am Golf von Olbia ist es heiß, sehr heiß, "für meinen Geschmack zu heiß", sagte Bernd Berkhahn, der Trainer des SC Magdeburg. Mit Franziska Hentke (25), Johanna Friedrich (19), Finnia Wunram (18) und Rob Muffels (19) residiert der 43-jährige Coach seit Donnerstag auf der italienischen Insel Sardinien im Vier-Sterne-Hotel "Geovillage" in Olbia, gebucht wurde alles inklusive, für die Magdeburger und für die anderen 24 Becken- und Freiwasser-Athleten des Deutschen Schwimmverbandes (DSV), die sich dort auf die Europameisterschaften in Berlin (13. bis 24. August) vorbereiten.

Trainiert werden in Olbia allgemeine Technik und Wenden. Intensive Schwimmserien mit Blick auf die Wettkampfbelastung stehen für die Schützlinge von Bundestrainer Henning Lambertz außerdem auf dem Programm, berichtete SCM-Coach Berkhahn. Solch eine Belastung muss Johanna Friedrich noch einmal unter gesonderter Beobachtung absolvieren. Die Freistilspezialistin hat ihren jüngsten Erkältungsvirus verbannt, im Laufe der nächsten Woche, womöglich auch erst am Sonnabend, wird sie ihren Normtest über 400 Meter Freistil nachholen, den die deutsche Meisterin zuletzt in Essen aufgrund einer Fraktur im rechten Ellenbogen verpasst hatte. Und dann entscheidet Lambertz, ob Friedrich als DSV-Schwimmer Nummer 28 im Velodrom starten darf (Volksstimme berichtete).

Schweißtreibend genug wird es bei 32 Grad im Schatten jedenfalls für alle: "Ich habe heute schon für zwei Wochen geschwitzt", berichtete Franziska Hentke, die sich mit Finnia Wunram ein Zimmer teilt, am Freitag mit einem Augenzwinkern. Der SCM-"Schmetterling" erhofft sich nach den zwei Wochen Sardinien vor allem ein "besseres Gefühl für hohe Geschwindigkeiten und eine verbesserte Wendentechnik". Und dann kann die EM kommen.