Magdeburg (ut) l So stellt man sich eine gelungene Rückkehr vor: Nach vier Jahren Chemnitzer FC trug Silvio Bankert gegen Union Berlin II erstmals wieder das FCM-Trikot und erzielte als Innenverteidiger eine Viertelstunde vor Schluss das entscheidende 3:2.

"Das war natürlich ein tolles Gefühl, aber letztlich ist es völlig egal, wer die Tore schießt", sagte ein überglücklicher Bankert, der bei seinem Kopfball-Abstauber im Rasen hängengeblieben war, den Ball aber trotzdem über die Linie drücken konnte.

Vorausgegangen war ein typischer René-Lange-Freistoß an die Latte. "Bei Standards haben wir unsere Qualitäten, und deswegen lohnt es sich immer, mit nach vorne zu gehen", so Bankert, der nach dem 0:2-Rückstand pappesatt war. "Da hat man sich so viel vorgenommen, und dann das. Noch dazu bei den hohen Temperaturen. Wenn`s ganz dumm läuft, steht es sogar 0:3. Aber man muss immer positiv denken. Und genügend Zeit war ja auch noch", betonte der 29-Jährige, der überzeugt war, dass sich der FCM irgendwann belohnen würde.

Genauso kam es dann auch. "Es war eine deutliche Leistungssteigerung, so dass wir am Ende auch verdient gewonnen haben", schätzte der Defensivmann ein.

Die vornehmlich in der ersten Hälfte gezeigte schwache Leistung wollte Bankert nicht schönreden, gab aber auch zu bedenken: "Es war das erste Spiel, und dass du nicht die Ruhe in Person bist, wenn es nach einer halben Stunde plötzlich 0:2 steht, ist ja wohl auch klar ..."