Magdeburg (vs/su) l Der Volleyball-Verband Sachsen-Anhalt (VVSA) hat die Meisterschaften erstmals nach Sachsen-Anhalt geholt, insbesondere um seinen eigenen Talenten eine Plattform vor heimischem Publikum zu bieten. Der Spielort, die Acht-Felder-Anlage am Barleber See, ist bestens für ein Turnier dieser Größenordnung geeignet und wurde in den vergangenen Tagen noch ein wenig "aufgehübscht".

"Wir sind froh, dass die Deutsche Volleyball-Jugend uns den Zuschlag für die Meisterschaften gegeben hat. Ich bin sicher, dass unsere heimischen Talente die Möglichkeit nutzen werden, sich als absolut konkurrenzfähig zu präsentieren und sich möglicherweise in den Top Ten zu platzieren", blickt Theo Struhkamp, Präsident des VVSA, voraus.

Für den hiesigen Landesverband werden voraussichtlich vier Teams an den Start gehen: Team weiblich I besteht aus Thora Bauer vom SV Braunsbedra (Jahrgang 1998) und ihrer Partnerin Ann-Marie Rohwedder aus Kiel (ebenfalls Jahrgang 1998).

Kombinationen von Teams aus unterschiedlichen Bundesländern sind möglich. Thora Bauer ist aktuelle U-18-Landesmeisterin und war im vergangenen Jahr Siebente bei den Deutschen Meisterschaften U17. Bei optimalem Turnierverlauf ist sie gemeinsam mit ihrer großgewachsenen Partnerin in der Lage, das Halbfinale zu erreichen.

Team weiblich II ist ein reines Sachsen-Anhalt-Team und gleichzeitig das jüngste bei den Meisterschaften. Es besteht aus der Magdeburgerin Sarah Schulz (Jahrgang 2001) und Emma Cyris aus Bitterfeld-Wolfen, ebenfalls Jahrgang 2001. Die beiden 13-jährigen Mädchen werden somit gegen Spielerinnen antreten, die bis zu drei Jahre älter sind. Dass dies keinen Nachteil bedeuten muss, stellten Sarah und Emma kürzlich beim sogenannten Bundespokal Beach U17 unter Beweis, als sie Fünfte wurden.

Team männlich I besteht aus Max Schmidt (Dessau, Jahrgang 1998) und Robin Sowa (Bitterfeld-Wolfen, Jahrgang 1999). Die beiden Jungen sind athletisch sehr stark und können sich bei etwas Losglück und guter Form sicherlich in den Top Ten platzieren.

Team männlich II geht mit einer etwas anderen Zielstellung in die Meisterschaften. Die beiden Magdeburger Lukas Theel und Cedrik Moede (beide Jahrgang 1999) wollen vor allem Erfahrungen auf höchstem Jugendniveau sammeln. Beide spielen erst seit relativ kurzer Zeit Beachvolleyball, haben sich enorm verbessert, dürften aber dennoch in diesem Jahr gegen die deutsche Elite noch nicht ganz mithalten können.

VVSA-Landestrainerin Berit Malchau sowie Beach-Landestrainerin Janine Dreher haben die acht Spielerinnen und Spieler intensiv auf die Meisterschaften vorbereitet. "Wir gehen davon aus, dass sich alle in Topform präsentieren werden", meint Struhkamp weiter. Er hofft für die Meisterschaften auf eine gute Zuschauerresonanz, schließlich lassen sich Badeausflug und Beachvolleyball perfekt verbinden.