Osterburg l Seit April stand fest, dass der amtierende Deutsche Meister in die Altmark kommt, um sich in Ruhe auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten.

"Wir hatten aber Stillschweigen vereinbart", sagte Stefanie Lück (Marketing Vertrieb in der Landessportschule). Es kam auch kaum eine Meldung in die Öffentlichkeit, dass der bekannte Bundesligist in die Altmark kommt.

"Diese Ruhe hätten wir in Kiel nicht gehabt."

"Diese Ruhe hätten wir in Kiel nicht gehabt. Wir haben einige Dänen bei uns. Handball ist in Dänemark Volkssport. Wenn einem Dänen was passiert, er sich verletzt, ist bei uns gleich die Hölle los", begründete Christian Robohm, THW-Pressesprecher, diesen Schritt.

Mit 20 Spielern, Trainer, Athletiktrainer und einem Stab an Teambetreuern und Physiotherapeuten ist der THW Kiel in Osterburg angereist.

"Das ist hier eine Traumanlage."

Neben den Trainingseinheiten in der Sporthalle stehen Konditions- und Krafttrainings sowie Videoanalysen und Physiotherapiezeiten auf dem Programm.

Die Spieler nutzen auch das Schwimmbad und das neue Fitness CardioCenter.

Kiels Trainer Alfred Gislason kannte das Gelände der Landessportschule bereits durch einige Trainingslager mit dem SC Magdeburg.

"Es ist eine Traumanlage, die jetzt noch schöner ist als vor einigen Jahren", erklärte der Kieler Cheftrainer, der am Mittwochvormittag eine Ausnahme machte und die Presse kurz zur Mannschaft ließ.

Auf dem Programm stand der Laktattest und anschließend wurden ein paar Runden im Stadion gelaufen.

Vor dem Mittagessen ging es dann noch in berühmt berüchtigte Eistonnen, um die Regeneration zu verbessern.

Der THW ist in die Altmark mit voller Kapelle und allen Nationalspielern sowie einigen Nachwuchsakteuren angereist. Der Kader des Bundesligisten ist seit vielen Jahren international. Bleibt die Frage, wie verständigt sich die Mannschaft? "Deutsch, das müssen alle vor dem Trainingsstart beherrschen. Das klappt auch ganz gut", erklärt Robohm.

Kiebitze gab es natürlich auch in Osterburg. Der HV Wernigerode ist in dieser Woche auch zum Trainingslager in der Landessportschule

"Als sie gehört haben, dass Kiel herkommt, gab es bei Wernigerode schlagartig mehr Übernachtungen", erzählte Lück.

Der Tross des THW zieht am Freitag weiter, bleibt aber in Sachsen-Anhalt. Die Kieler nehmen beim 25. Klaus-Miesner-Gedenkturnier in Ilsenburg teil. Jetzt wollen sie aber noch ein paar Tage in der Altmark genießen.

   

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