Magdeburg l Der eine soll möglichst gegen seinen Ex-Verein treffen, der andere Tore verhindern: Für Christian Beck und Christopher Handke vom 1. FC Magdeburg wird das Derby bei Germania Halberstadt am Sonntag eine Reise zurück in ihre sportliche Vergangenheit, spielten doch beide vor dem Wechsel an die Elbe bei den Vorharzern.

"Wir wissen, was auf uns zukommt. Es wird vor allem darauf ankommen, kühlen Kopf zu bewahren", sagt FCM-Torjäger Beck, der sich im Friedensstadion auf einen heißen Tanz gefasst macht. Zusätzliche Brisanz erhält das Derby natürlich durch den Wechsel eines FCM-Quartetts in der Sommerpause nach Halberstadt. "Die Jungs werden gegen uns natürlich ordentlich Gas geben und zeigen wollen, dass sie zu Unrecht aus Magdeburg weggeschickt wurden", sagt Beck.

Der Regionalliga-Torschützenkönig 2013/14, der im Dezember 2012 nach Magdeburg kam, würde natürlich wie schon beim 3:2-Auftaktsieg gegen Union Berlin II gerne treffen. Noch wichtiger sei aber der Erfolg der Mannschaft, auch um sich Frotzeleien der Ex-Kollegen zu ersparen. "Jeder von uns weiß, dass es um mehr geht als die drei Punkte", sagt Beck deshalb.

Auch für Handke, der im vergangenen Sommer von der Germania zum FCM kam, ist das Spiel in Halberstadt etwas Besonderes. "Ich habe einen guten Draht nach Halberstadt, die Verantwortlichen und das Trainerteam kenne ich noch. Und mit den Nagel-Brüdern habe ich auch regelmäßigen Kontakt. Wir treffen uns ab und zu", sagt der Abwehrspieler. Der 25-Jährige ist gesund und fit und rechnet mit typischer Derby-Atmosphäre. "Egal, wo wir in der Tabelle stehen, die Stimmung ist immer aufgeheizt", so Handke, der sich davon nicht anstecken lassen will. "Ich versuche, die Partie als ein Spiel wie jedes andere zu sehen."

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