Magdeburg/Moskau l Drei Magdeburger Kanuten greifen am Wochenende bei der WM in Moskau nach den Sternen. Nachdem der deutsche Canadier-Vierer mit Michael Müller und Erik Leue das 1000-Meter-Finale kampflos erreicht hatte (Volksstimme berichtete), steht mit Yul Oeltze auch der Dritte im Bunde im Endlauf. Der WM-Debütant umschiffte mit Roland Verch aus Potsdam Vorlauf und Semifinale im C2 über 1000 Meter erfolgreich, so dass "der finale Countdown" am Sonntag filmreif über die Bühne gehen kann.

Auch wenn es im Vorlauf am Freitagmorgen noch nicht ans Eingemachte ging, nahmen Oeltze/Verch die Herausforderung gerne an: "Dass wir ein Rennen zum Reinrutschen hatten, bei dem man nicht viel falsch machen konnte, war geil. Ich denke, unser Training ist ohnehin dafür ausgelegt, viel auszuhalten. Also spielte uns das in die Karten", kommentierte der Magdeburger das "kontrollierte Rennen" hinterher.

Im Semifinale, das sie auf Rang drei beendet hatten, ging es laut Oeltze schon etwas mehr zur Sache. "Das war ein krasses Rennen, das mir richtig Spaß gemacht hat. Ich habe mich super gefühlt, Ronald war dagegen noch ein wenig müde, so dass wir im Finale sogar noch eine Schippe draufpacken könnten."

Insgesamt haben die erfolgsverwöhnten Asse des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) in Moskau bislang fünf Endläufe in den olympischen Rennen erreicht. Allerdings hatte es auch eine herbe Enttäuschung am Freitag gegeben: Das einstige deutsche Flaggschiff, der Viererkajak der Männer, hat das Finale verpasst.