Mit dem Cupgewinn von Turnier-Debütant THW Kiel endete am Sonntag das 25. Klaus-Miesner-Turnier. Mit dem Chef-Organisator und Vorsitzenden des HV Ilsenburg, Michael Löwe, zog Volksstimme-Redakteurin Janette Beck ein kurzes Fazit.

Sie strahlen - sehen so rundum zufriedene Gastgeber aus?
Michael Löwe:
Das kann man so sagen. Ein super Starterfeld, spannende Spiele und ein würdiger Turniersieger - dazu ein mit 1350 Zuschauern ausverkauftes Haus - was will man mehr? Ich denke schon, dass wir uns auf die Schulter klopfen können, denn das Feedback, das ich in den zwei Veranstaltungstagen erhalten habe, war jedenfalls durchweg positiv. Doch das Ganze funktioniert nur, wenn man ein starkes Team von Ehrenamtlern hinter sich hat. Und das ist bei uns zum Glück gegeben. Der Verein hat zwar nur 120 Mitglieder, aber Nachwuchs, die Frauen oder alte Herren - alle haben tatkräftig mit angepackt.

Das Teilnehmerfeld war so stark wie nie. Was muss man tun, um zum Beispiel einen THW Kiel in den Harz zu locken? Ein ordentliches Startgeld, nehme ich an.
Das natürlich auch, wobei ich diesbezüglich erwähnen möchte, dass der SCM aus alter Verbundenheit darauf verzichtet. Aber noch wichtiger sind Beziehungen. Man braucht jemanden, der wie unser alter Turnier-Hase Lothar Schacke, die Kontakte knüpft. Als 2013 das 24. Turnier vorbei war, habe ich zum ihm gesagt: Lothar, zum Jubiläum möchte ich den THW Kiel dabei haben. Und er hat das geschafft. Mehr noch, wir waren sogar das bestbesetzte Vorbereitungsturnier 2014 in Deutschland. Daruf können wir wirklich stolz sein.

So ein Turnier ist sicher auch ein finanzieller Kraftakt?
Der Etat liegt bei rund 60 000 Euro, das muss man erstmal zusammenbekommen. Aber mit Hilfe von 90 Sponsoren hat das geklappt.