Naumburg l Für die Bundesliga-Handballer des SC Magdeburg stand beim inzwischen zur guten Tradition gewordenen Freundschaftsspiel gegen die Füchse Berlin am Dienstagabend im Naumburger "Euroville" bereits das fünfte Vorbereitungsspiel innerhalb von fünf Tagen an. Doch trotz des permanenten Dauereinsatzes trotzte die Mannschaft von Neu-Trainer Geir Sveinsson dem deutschen Pokalsiger ein 29:29 (15:15) ab.

Der SCM, der das Freiluft-Testspiel gegen den Liga-Rivalen vor drei Wochen in Aschersleben im Siebenmeterwerfen gewonnen hatte, ging gebeutelt in die Partie. So mussten beide Rückraum-Rechte Andreas Rojewski (Zerrung) und Jure Natek (gebrochenes Nasenbein) ersetzt werden. Damit bekam Youngster Alex Saul sowie die beiden jungen Polen Maciej und Tomasz Gebala die Chance zur Bewährung. Aber auch die Berliner mit dem frischgebackenen Bundestrainer Dagur Sigurdsson konnten längst nicht in Bestbesetzung antreten (so fehlten Jaszka, Igropulo und Romero) und mussten auf den eigenen Nachwuchs zurückgreifen.

Saul eröffnete der Torreigen für den SCM. Bis zum 10:10 blieb es ein offener Schlagabtausch, dann konnte sich der SCM durch einen Hattrick von Tomasz Gebala (18) zum 13:10 absetzen (23.). Der Pole hatte bei seinen Würfe nahezu freie Bahn, denn er war hervorragend freigesperrt worden vom dänischen Neuzugang Jacob Bagersted, für den die spiellose Leidenszeit damit ein Ende hatte.

Nachdem beim 15:15 die Seiten gewechselt wurden, hatte der SCM in der 40. Minute den alten Vorsprung wider hergestellt (19:16). Doch die Berliner kämpften sich zurück und hielten die Partie nach dem 21:21 (47.) bis zum Ende offen.

Manager Marc Schmedt erklärte: "Das war ein ordentliches Spiel, mit vielen positiven Eindrücken. Mich hat besonders Tomasz Gebala überzeugt."

SC Magdeburg: Quenstedt, Green - Weber 9/4, Saul 3, Bezjak 4, Haaß 2, Bagersted 2, M. Gebala, T. Gebala 6, Lie Hansen 2, Jurecki 1, van Olphen, Grafenhorst, Musche