Magdeburg/Zürich (dh/jb) l Bereits mit dem ersten Versuch hatte sich Kugelstoßer David Storl mit 21,41 Metern den Titel bei den Europameisterschaften in Zürich gesichert. Keiner der Konkurrenten konnte am Dienstagabend diese Weite kontern. Storl setzte sich letztlich vor dem Spanier Borja Vivas (20,86) durch, Dritter wurde Polens Olympiasieger Tomasz Majewski (20,83).

Für den 1,98 Meter großen Koloss aus Chemnitz war es nach Helsinki vor zwei Jahren der zweite EM-Titel, den er nach seinem letzten Versuch aber nur leise bejubelte. "Die 22 Meter habe ich verpasst, aber mit dem Gold bin ich natürlich sehr zufrieden", erklärte der 24-Jährige dennoch.

Bei der zweiten Entscheidung des Abends belegte Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) den sechsten Platz über die 10 000 Meter. Den Titel sicherte sich die Britin Jo Pavey in 32:22,39 Minuten. Mockenhaupt erreichte 8,2 Sekunden nach der neuen Europameisterin das Ziel.

Den großen Wurf will Martin Wierig vom SC Magdeburg landen: Mit der sechstbesten Weite von 63,96 Metern qualifizierte sich der 27-Jährige im gestrigen Vorkampf für das heutige Diskus-Finale, in das es auch London-Olympiasieger Robert Harting (Berlin/67,01) und Daniel Jasinski (Wattenscheid/64,11) souverän schafften. "Ich hätte es gern ein bisschen leichter gehabt und den ersten gleich auf 64 Meter geworfen", sagte Wierig der Volksstimme am Abend, Das war eigentlich die magische Qualifikationsgrenze, die allerdings nur von fünf Hünen überboten wurde. Trotzdem blickte Wierig optimistisch auf das Finale: "Dann muss ich einfach alles reinhauen, und dann fliegt der Diskus noch ein, zwei Meter weiter", ist sich der Magdeburger, dessen Saisonbestleistung bei 66,59 Meter steht, sicher.

Den erhofften Einstand nach Maß hatte es am Vormittag für Varg Königsmark vom SCM gegeben. Der 22-Jährige nahm buchstäblich die erste Hürde problemlos und qualifizierte sich als Zweiter seines Vorlaufes für das heutige Semifinale. "Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich einen nicht so schnellen Lauf erwische, aber das Gegenteil war der Fall. Ich habe sofort gemerkt, wie schnell es auf der harten Bahn wird", so der Magdeburger, der in 49,46 Sekunden seine Bestzeit nur um sechs Hundertstelsekunden verfehlt hatte. "Im Nachhinein bin ich froh, dass wir m Vortag noch einmal die Bahn getestet, die ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. Ins kalte Wasser zu springen, wäre bestimmt nicht so gut gewesen", so der deutsche Vizemeister, der auf ein ähnlich gutes Rennen heute hofft. "Ziel Nummer eins ist und bleibt das Finale."

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