Zürich (dpa) l Zweite Goldmedaille für den Deutschen Leichtathletik-Verband: Nach David Storl aus Chemnitz mit der Kugel hat am Mittwoch der Berliner Robert Harting erfolgreich seinen Titel mit dem Diskus verteidigt. Der Olympiasieger und Weltmeister siegte bei Regen mit 66,07 Meter. Daniel Jasinski aus Wattenscheid wurde Siebter mit 62,04 Meter. Der Magdeburger Martin Wierig enttäuschte und kam mit 60,82 Meter nur auf Platz elf.

Zuvor hatte die Leipzigerin Cindy Roleder als Dritte über 100 Meter Hürden für eine weitere Medaille gesorgt. Gold ging an die WM-Dritte Tiffany Porter aus Großbritannien in 12,76 Sekunden, Silber an die Französin Cindy Billaud in 12,79. Roleder kam nach 12,82 Sekunden ins Ziel. Die deutsche Meisterin Nadine Hildebrand aus Sindelfingen wurde in 13,01 Sekunden nur Sechste.

Die niederländische Sprinterin Dafne Schippers hat das erste EM-Gold für ihr Land über 100 Meter seit dem Triumph von Lauflegende Fanny Blankers-Koen 1950 gewonnen. Die Weltmeisterschafts-Dritte im Siebenkampf setzte sich im Regen von Zürich mit 11,12 Sekunden vor der Französin Myriam Soumaré (11,16) und Ashleigh Nelson aus Großbritannien (11,22) durch. Ex-Europameisterin Verena Sailer (Mannheim) war wie Tatjana Pinto (Münster) und Rebekka Haase (Erzgebirge) bereits im Halbfinale gescheitert.

Zuvor hatte der britische Doppel-Olympiasieger Mo Farah zum zweiten Mal nach 2010 bei der Leichtathletik-EM den Titel über 10 000 Meter gewonnen. In 28:08,11 Minuten setzte sich der 31-Jährige gegen seinen Landsmann Andy Vernon durch, der nach 28:08,66 Minuten ins Ziel kam. Dritter wurde der Türke Ali Kaya in 28:08,72 Minuten. Der Tübinger Arne Gabius hatte auf einen Start verzichtet.

Betty Heidler erreichte locker das Hammerwurf-Finale. Die 30 Jahre alte Ex-Weltmeisterin übertraf bereits im ersten Versuch mit 70,49 Meter die geforderte Qualifikationsweite (69,50) deutlich. Nach 68,47 Metern und Rang neun in der Qualifikation steht zudem die aus Halberstadt stammende Carolin Paesler (Frankfurt) im Hammerwurf-Finale. Beste des Vorkampfes war Titelverteidigerin Anita Wlodarczyk (Polen/75,73).

Mit persönlichen Bestzeiten stürmten der Magdeburger Varg Königsmark und Felix Franz von der LG Neckar/Enz ins Finale über 400 Meter Hürden. "Ich bin nicht gut aus dem Block gekommen, die Oberschenkel waren nach dem Vorlauf noch müde. Aber auf der Zielgeraden konnte ich mich an meinen Gegner heransaugen", sagte der 22-Jährige. Königsmark benötigte im ersten Halbfinal-Lauf 49,12 Sekunden und musste sich nur dem Russen Denis Kudrjawtsew (49,09) geschlagen geben. Der deutsche Meister Franz überzeugte im dritten und schnellsten aller Rennen als Dritter in 48,96 Sekunden.

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