Halberstadt l Mißmutig und frustriert musste sich am Sonntagnachmittag der Tross von Fußball-Regionalligist Germania Halberstadt auf die knapp dreistündige Heimfahrt aus Neustrelitz begeben. Grund: Nach dem 2:3 (1:0) bei der TSG war außer Spesen nichts gewesen.

Um deutlich lockerer und ohne Müdigkeit in diese Begegnung zu gehen, war das Team extra einen Tag früher angereist. "Wir wollten eine vernünftige Vorlaufzeit, unter dem Strich hat das nichts gebracht", blickte der Sportliche Leiter Stephan Grabinski zurück. Er war direkt vom Ostsee-Kurzurlaub nach Neustrelitz gefahren. "Im Gegensatz zum BAK-Spiel (0:1/d. Red.) haben wir uns diesmal eine Vielzahl guter Chancen erspielt", lobte er, monierte aber zugleich: "Beim 1:1 wirkten wir unsortiert, später, bei den Gegentreffern, auch ohne Ordnung. Die Mannschaft muss sich den Vorwurf gefallen lassen, die Chancen nicht konsequent genutzt zu haben." Am Ende sprach Gra-binski von "verlorenen Punkten". Die griff auch der Schütze zum 2:3, Jan Nagel, auf. "Ein Zähler wäre mehr als verdient gewesen. Am Ende waren es doofe Gegentreffer, eine wahrlich bittere Niederlage."

Eine gewisse Enttäuschung konnte auch Trainer Achim Hollerieth nicht verbergen: "Wir haben jetzt dreimal schön gespielt, aber nur einmal gewonnen. Das zeigt, es zählen nur die Ergebnisse. Wir haben seit Saisonbeginn Minimum vier Punkte liegengelassen." Der 40-Jährige sprach ein offensichtliches Problem an, die Defensive. "Wir lassen uns als Auswärtsmannschaft zweimal auskontern, das darf nicht passieren. Sechs Gegentore in drei Partien sind definitiv zu viel."