Halberstadt l Nicht nur aufgrund der 2:3-Niederlage wird Kevin Schlitte von Fußball-Regionalligist Germania Halberstadt die Auswärtspartie bei der TSG Neustrelitz in schlechter Erinnerung behalten. Nach einem Zusammenprall ging es für ihn kurz vor dem Abpfiff mit dem Rettungswagen ins örtliche Krankenhaus. Doch der Außenverteidiger hatte Glück im Unglück.

Der 32-Jährige konnte noch am gleichen Tag die Reise in die Heimat antreten, wenn auch nicht mit der Mannschaft, sondern verspätet mit dem Sportlichen Leiter Stephan Grabinski. Eine Platzwunde an der Lippe wurde mit vier Stichen genäht und von außen geklebt. Bei einem MRT im Halberstädter Klinikum wurde am Montag auch eine Gehirnerschütterung diagnostiziert. "Mir sind drei Tage Ruhe verordnet worden", so Schlitte, der nach einem Schubser mit Teamkollege Kevin Nennhuber zusammengeprallt war. Inzwischen geht es ihm aber den Umständen entsprechend wieder gut. "Die Lippe ist zwar im Eimer, aber die Kopfschmerzen lassen nach." Schlitte ist guter Dinge, dass er ab Freitag wieder mittrainieren kann.

Beim heutigen Benefizspiel in Bernburg fehlt der Neuzugang aber definitiv. Vor knapp einem Jahr hatten sich die sportlichen Leitungen vom TV Askania und vom VfB Germania aufgrund des Hochwassers, das die Saalestädter direkt betraf, auf den freundschaftlichen Vergleich geeinigt. Anpfiff ist um 18 Uhr. Grabinski: "Das ist für uns ein Test unter Wettkampfbedingungen. Daneben wollen wir uns in gewisser Form beim Gastgeber aber auch erkenntlich zeigen."