Magdeburg l Jan Glinker muss weiter auf seine erste Bewährungschance im Tor des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg warten. Nachdem der Neuzugang vor Saisonbeginn den Zweikampf um die Nummer 1 mit Stammtorwart Matthias Tischer verloren hatte, bremste den 30-Jährigen vor dem DFB-Pokalspiel gegen den FC Augsburg (1:0) eine Adduktoren-Verletzung aus.

"Jetzt muss ich mich erst wieder langsam rantasten", sagte Glinker am trainingsfreien Dienstag, den er im heimischen Berlin mit Freundin Melanie und Tochter Pia Sophie verbrachte. Das Paar erwartet erneut Nachwuchs, deshalb pendelt der langjährige Keeper von Union Berlin (236 Pflichtspiele, davon 87mal in der 2. Bundesliga) trotz Wohnung in Magdeburg regelmäßig in die Bundeshauptstadt. Ende der Woche will er wieder in den FCM-Trainingsbetrieb einsteigen und sich bei Trainer Jens Härtel anbieten. "Laufen geht schon wieder. Ein bisschen Behandlung werde ich aber noch brauchen."

Am Sonntag gegen Augsburg sollte Glinker nach sechs Gegentoren in den ersten beiden Punktspielen Matthias Tischer beerben. Eine Zerrung stoppte ihn aber noch vor dem Warmmachen. Tischer hielt mit einer fehlerfreien Leistung seinen Kasten sauber und war einer der Erfolgs-Garanten. "Klar, die Verletzung war natürlich sehr ärgerlich für mich, weil wir vorher den Wechsel abgesprochen hatten", sagte Glinker, der den Konkurrenzkampf mit Ti- scher bisher als "absolut normal" einstuft. Und da Tischer keine neuen Argumente für einen Wechsel lieferte, muss jetzt Jan Glinker weiter auf seine Chance beim FCM warten.