Berlin l Handball-Bundesligist SC Magdeburg hat am Mittwochabend nach einer soliden, aber nicht glanzvollen Vorstellung bei der SG OSC Schöneberg-Friedenau sicher die zweite Runde im DHB-Pokal erreicht. Fünf Tage vor dem Bundesliga-Start bei den RheinNeckar Löwen setzte sich der SCM vor 1000 Zuschauern mit 42:22 (20:13) beim Landespokalsieger von Berlin durch. Erfolgreichster Werfer für die Magdeburger war Robert Weber (13 Tore/3 Siebenmeter).

Dass die Magdeburger gar nicht erst in den Verdacht kommen wollten, den Oberligisten auf die leichte Schulter zu nehmen, war bereits mit Anpfiff an zwei Dingen abzulesen. Zum einen saß im ersten Pflichtspiel der Saison auch der neue Torwarttrainer Tomas Svensson mit auf der Bank der Magdeburger. Zum anderen schickte SCM-Cheftrainer Geir Sveinsson zum Auftakt vor allem etablierte Kräfte auf das Feld.

Umso erstaunlicher war es, wie frech und couragiert die Gastgeber auftraten. Ohne Respekt vor dem Goliath ging der kleine David in Führung. Erst nach dem 3:3 (6.) sah es so aus, als hätten die Magdeburger, die mit Blick auf den Liga-Auftakt auf den Einsatz von Geburtstagskind Andreas Rojewski (Zerrung) und Yves Grafenhorst (Schulter) verzichteten, ins Spiel gefunden. Ein kleiner, energischer Zwischenspurt, und schon lagen die Berliner mit 3:8 hinten (11.).

Doch wer dachte, damit seien die Messen bereits gesungen, sah sich getäuscht. Die Gastgeber kämpften sich tapfer zurück und wussten Lücken in der SCM-Deckung zu nutzen. Beim 7:10 (20.) hatten die Berliner wieder etwas Tuchfühlung. Doch erneut legte der SCM einen Gang zu. Beim 19:10 durch Webers sechsten Treffer war klar, wer hier um Klassen besser ist (17.).

In der zweiten Hälfte spielten die Magdeburger ihren Stiefel routiniert runter. Dennoch wurden die Berliner für jede gelungene Aktion gefeiert. Als Vincent Sohmann zum 30:17 traf (43.), war die Sache zwar längst klar und der Erstligist seiner Favoritenrolle gerecht geworden, aber die Handball-Party längst noch nicht zu Ende. Auch wenn es beim SCM nun hieß: "Jugend forscht" im Pokal. "Wir haben uns anfangs etwas schwer getan, dann aber die nötige Konzentration gefunden und sicher gewonnen", resümierte Fabian van Olphen.

SC Magdeburg: Green, Quenstedt- Musche 3 Tore, Lie Hansen 3, van Olphen 3, Haaß 2, Bezjak 1, Bagersted 4, Jurecki, Natek 6, Sohmann 5, Weber 13/3, M. Gebala, T. Gebala 2