Halberstadt l Die neue Saison ist erst drei Spieltage alt, da hat der Zweitjüngste im Kader des VfB Germania Halberstadt schon die emotionalen Höhen und Tiefen des Fußballs zu spüren bekommen.

Danny Wersig gehörte am ersten Spieltag beim Berliner AK (0:1) als Rechtsverteidiger zur Startelf, verletzte sich bei einer gegnerischen Grätsche nach knapp einer Stunde aber und fiel vorerst mit einem Außenbandriss im rechten Knöchel aus.

Am Mittwochabend durfte der 19-Jährige beim Benefizspiel in Bernburg nach einer zweiwöchigen Pause erstmals wieder für die Germania mitwirken, 65 Minuten lang. "Es ist ein gutes Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen", blickte der Halberstädter zurück, nachdem er am Mittwochvormittag schon eine erste Trainingsstunde komplett absolviert hatte. "Die Einheit war nicht ohne, daher fehlte es mir im Testspiel noch etwas an Spritzigkeit." Der Nachwuchsakteur glaubt nicht, dass er am Sonntag im Heimspiel gegen Budissa Bautzen (Friedensstadion, 13.30 Uhr) schon dabei sein kann: "Ich denke, das ist zu früh. Ich muss über das Training erst wieder zu 100 Prozent Leistungsfähigkeit kommen".

Neben der täglichen sportlichen wartet auf den Abwehrspieler in wenigen Tagen auch die berufliche Herausforderung. Am 1. September beginnt er in Wernigerode eine Ausbildung zum Industriekaufmann. "Ab dann kann ich vormittags nicht mehr zum Training, nur nachmittags", schaut er auf die Doppelbelastung, "es wird stressiger, aber ich werde das Beste daraus machen".