Magdeburg/Berlin l Abgeklärt, solide und mit Hausmannskost vom Favoriten auf der einen Seite, eine Sporthalle mit Retro-Charme der 80er Jahre, jede Menge Spaß und einmaliges Erlebnis inklusive Lektion vom Feinsten für den Underdog auf der anderen: "Das war ein ganz typisches Erstrundenspiel im Pokal", stellte Michael Haaß am Mittwochabend nach dem standesgemäßen 42:22 (20:13) -Erfolg des SCM beim Oberligisten SG OSC Schöneberg-Friedenau fest.

Angesichts eines holprigen und unkonzentrierten Starts stellte der Spielmacher fest: "Vielleicht haben wir den Gegner doch ein wenig unterschätzt. Die haben das recht clever gespielt und sind, nachdem die ersten Tore gefallen waren, über sich hinausgewachsen - wie das eben so ist, wenn man als krasser Außenseiter nichts zu verlieren hat. Da ist es dann schwer, sofort den Hebel umzulegen", rekapitulierte Haaß, dass die Berliner in der ersten Halbzeit unerwartet lange mithalten konnten (3:3/6. Minute; 10:7/20.) und so den großen Stars die Show gestohlen hatten. "Aber in der zweiten Halbzeit haben wir dann ja noch die Kurve gekriegt, in der Abwehr besser zugelangt und dann das Ding souverän runtergespielt."

Zudem wollte Haaß nicht leugnen, bereits den Bundesligastart am Sonntag in Mannheim gegen die Rhein-Neckar Löwen (17.15 Uhr/live Sport1) im Kopf gehabt zu haben. " Natürlich denkst du da, nur nicht noch verletzen. Der Auftakt ist ex- trem wichtig für uns. Zwar wird es schwer gegen die Löwen, aber wir sind nicht chancenlos, das hat uns nicht zuletzt die zweite Halbzeit in Ilsenburg gezeigt."