SCM-Talente

Zweimal Gold in der Leistungsklasse, fünf Juniorentitel sowie je ein deutscher Meistertitel bei den Schülern und der Jugend, dazu 14-mal Silber und viermal Bronze - für die Kanuten des SCM waren die deutschen Meisterschaften in Hamburg ein versöhnlicher Saisonabschluss.
Bis auf einige Regatten für den Nachwuchs ist jetzt einige Tage Sommerpause.
Die neue Saison beginnt mit Schuljahresstart am 4. September.
"Zufrieden soll man zwar nie sein", sagt der Leiter des Magdeburger Kanu-Bundesstützpunktes, Björn Bach, "aber die zu Ende gegangene Saison brachte für uns überwiegend positive Ergebnisse."
Der 38-Jährige, bei Olympia zweifacher Silbermedaillengewinner und sechsfacher Weltmeister, zeigte sich "überaus erfreut" über die Resultate der Magdeburger Nachwuchskanuten, denn "viele unserer jungen Talente fahren mittlerweile in Deutschland und der Welt in Einerbooten vorn mit". Schließlich seien Leistungen in einem Einerboot der Schlüssel zum Eintritt in die Nationalmannschaft.
"Schön, aber zu wenig" sind allerdings nach Bachs Einschätzung die drei DM-Medaillen für die männlichen Kajakfahrer. (kr)

Magdeburg l Vier Athleten in der Eliteklasse und drei Junioren prägten in der Kanu-Saison 2014 das Gesicht des SC Magdeburg. Die Volksstimme nimmt alle sieben unter die Lupe:

Yul Oeltze (20/Canadier/WM-Dritter 1000 m, EM-4. 1000 m, Weltcupgewinner im C II/Trainer Eckhard Leue): Die positive Überraschung des Jahres. Top-Einstand in seinem ersten Jahr in der Eliteklasse. Ist, so Bundesstützpunktleiter Björn Bach, "nicht nur sportlich, sondern auch als Persönlichkeit auf bestem Weg zu einem Vollprofi". WM-Bronze hat auf Grund der gewachsenen internationalen Konkurrenz einen umso höheren Stellenwert.

Erik Leue (29/Canadier/WM-5., EM-6. im C IV 1000 m/Trainer Eckhard Leue): Das war nicht die Saison des Weltmeisters von 2013. Konnte wegen Verletzung und Krankheit nicht seine maximale Leistungsfähigkeit erreichen und blieb bei internationalen Höhepunkten medaillenlos.

Michael Müller (20/Canadier/WM-5., EM-6. im C IV, WM U 23 4. Platz im C I 1000 m/Trainer Eckhard Leue): Ist nach einjähriger Sperre wegen eines Missed-Testes in die Weltspitze der Eliteklasse vorgestoßen. Bach: "Mit Michael ist Richtung Olympia 2016 groß zu rechnen."

Andreas Ihle (35/Kajak/DM-Platz 2 im K I über 5000 m/Trainer Björn Bach): Nach Problemen mit der Halswirbelsäule 2013 wieder gesundet, verletzte sich der Olympiasieger von 2008 kurz vor der nationalen Qualifikation am Brustmuskel und konnte sich nicht für die Nationalmannschaft empfehlen. Bach: "Wenn Andreas körperlich fit ist und gesund bleibt, sehe ich ihn im nächsten Jahr und auch bei Olympia 2016 wieder dabei."

Nina Krankemann (19/Kajak/ U 23, WM.-5. K IV 500 m/Trainer Eckhard Leue): Im Vorjahr noch Juniorin, schaffte sie in ihrem ersten Jahr in der Leistungsklasse den Sprung in die U-23-Auswahl. Bach: "Ein sehr guter Einstieg in die Leistungsklasse. Ich erwarte eine weitere positive Entwicklung 2015."

Felix Gebhardt (17/Junioren-WM, 4. Platz C II 1000 m/Trainer Detlef Hummelt): Top-Einstieg im ersten Juniorenjahr. Bach: "Bei der Junioren-WM 2015 soll Felix um eine Medaille paddeln."

Jasmin Fritz (18/Kajak/JWM-Bronze K I 500 m, 4. Platz K IV 500 m/Trainer Eckhard Leue): "Das war dein Jahr", lobte sie selbst DKV-Chef Thomas Konietzko. Bach: "Jasmin hat alle Erwartungen und Hoffnungen übererfüllt. Seit langen haben wir zusammen mit Nina Krankemann wieder einen Lichtblick bei den Kajak-Damen."

Sören Hensel (23): Der Kajakfahrer konnte sich nicht für die Nationalmannschaft qualifizieren und beendete seine leistungssportliche Laufbahn.