Magdeburg l Natürlich hatte Uwe Jungandreas am vergangenen Sonntag daheim am Seelhausener See den Fernseher angeschaltet, um sich den Liga-Auftakt des SC Magdeburg bei den Rhein-Neckar Löwen anzuschauen (23:24). Sicher auch, weil der "Handball-Trainer a.D." derzeit mehr (Frei-)Zeit hat, als es ihm lieb ist, aber vor allem auch, weil ihm die Jungs in dem halben Jahr in Magdeburg ans Herz gewachsen sind. "Klar will man da wissen, ob sie ihren Weg weitergehen oder die Neuen so einschlagen, wie man sich das erhofft hat", macht Jungandreas aus seinem Herzen keine Mördergrube.

Um so mehr bedauert der 52-Jährige, dass die Bundesliga-Premiere seines Nachfolgers Geir Sveinsson, mit dem er sich am Rande des Testspiels der Magdeburger gegen den Zweitligisten DHfK Leipzig ausgetauscht hatte, nicht von Erfolg gekrönt war. "Ich war hin- und hergerissen, denn da war mehr drin. Die Jungs haben toll gekämpft und vieles sah bis zur 52. Minute auch recht ordentlich aus. Es ist schade, dass sie das Ding noch aus den Händen gegeben haben, denn die Löwen wirkten stark verunsichert und waren an diesem Abend durchaus schlagbar."

Was seine Zukunft anbelangt, gäbe es noch keine Neuigkeiten. "Es ist sehr ruhig im Moment und ich sitze zu Hause und warte, was passiert". Doch die Arbeitslosigkeit bereite ihm keine Bauchschmerzen: "Zu Saisonbeginn herrscht auf dem Trainer-Markt naturgemäß Flaute. Gedanken würde ich mir machen, wenn in den letzten vier Wochen zehn neue Trainer eingestellt worden wären und ich hätte kein Angebot bekommen."