Halberstadt l Am Wochenende endet die zweite und damit letzte Transferfrist dieses Jahres. Für Regionalligist Germania Halberstadt scheint in diesem Zusammenhang eine weitere Verpflichtung möglich.

Der sportliche Leiter Stephan Grabinski weiß die Antwort, ob die Vorharzer noch einmal "zuschlagen" werden: "Zuschlagen wäre das richtige Wort für letzten Sonntag hinsichtlich der drei Zähler gewesen", macht er zunächst deutlich, dass die sportliche Führung mit der momentanen Punkteausbeute nicht zufrieden ist.

"Wir werden das am Donnerstag entscheiden, es besteht in jedem Fall die Möglichkeit." Grabinski hatte am Sonntag unmittelbar nach Spielschluss einige Minuten mit Präsident Olaf Herbst am Spielfeldrand zusammen gesessen. Im Gespräch ging es auch um die aktuellen Schwachpunkte innerhalb der Mannschaft, auf welcher Position könnte noch Verstärkung gebraucht werden.

Grabinski geht zuversichtlich in die letzten Stunden der Wechselfrist, denn die Zeit läuft offenbar für den Verein: "Seit Montag läuft sozusagen der `Schlussverkauf`. Was sich bei einigen Spielern vor drei, vier Wochen gänzlich anders anhörte, hat sich inzwischen gedreht. Viele bekommen kalte Füße - Berater wie Fußballer. Wie immer ging es anfangs auch um die Finanzen, jetzt merken viele, dass es auch um Fußball geht. Um sich weiter präsentieren zu können, brauchen die Spieler schließlich eine Plattform."

Gute Karten auf einen Germania-Vertrag hat offenbar Jeremy Franke vom Halleschen FC II. Der 19-Jährige ist im Mittelfeld zu Hause und könnte so zur Behebung der zuletzt deutlich gewordenen Mängel im zentralen Spielaufbau beitragen. "Eine Entscheidung, ob uns jemand oder wer uns verstärkt, steht kurz bevor, denn bis spätestens Freitag müssen wir sämtliche Unterlagen beim Verband einreichen", so Gra-binski abschließend.