Magdeburg l "Das war ja spannend wie gegen den FC Augsburg", zog nach Abpiff des 93-minütigen Regionalligaspiels FCM-Präsident Peter Fechner nicht von Ungefähr Parallelen zum "Kracher" im DFB-Pokal. Zumindest in den letzten zehn Spielminuten konnte dem Betrachter angst und bange werden, dass die Gastgeber ihre hochverdiente Führung aus der 25. Minute durch das unnachahmliche Lars-Fuchs-Solo noch abgeben könnten. Konnte Keeper Matthias Tischer in der 66. Minute noch einen Fernschuss von Albrecht mit toller Parade zur Ecke lenken, stand kurz vor dem Abpfiff Christopher Handke goldrichtig und klärte aus dem Gewühl heraus auf der Torlinie.

Das waren aber auch die einzigen Tormöglichkeiten der Gäste, denen ein Remis sehr geschmeichelt hätte, wie selbst ihr Trainer Cem Efe anmerkte.

Mit "der besten Halbzeit dieser Saison", so unisono Tischer und Kapitän Marius Sowislo, setzte der FCM selbst Maßstäbe für die Zukunft. Mit hohem Laufaufwand, Biss in den Zweikämpfen, taktischem Geschick und Wechsel zwischen Kurz- und Langpass-Spiel ließ die Elf von Trainer Jens Härtel die Gäste nicht zum Zuge kommen. Allerdings, auch dies sei angemerkt: Einschussmöglichkeiten hielten sich bis auf den verschossenen Hammann-Elfmeter (9.) in Grenzen, auch wenn Beck und dreimal Fuchs dicht dran waren. Der gefühlvolle Fuchs-Heber an die Lattenunterkante des Babelsberger Kastens (55.) ließ bei manchem den Ruf nach Torlinientechnologie aufkommen ...

"Ein hochverdienter Sieg, auch wenn Babelsberg zum Schluss noch die Chance zum Ausgleich hatte", zeigte sich FCM-Trainer Jens Härtel erleichtert. "Diesmal haben wir uns das Glück erarbeitet." Angesprochen auf den vergebenen Elfmeter und die Frage, wer den nächsten schießen wird, wich Härtel aus: "Nico hat in die gleiche Ecke geschossen wie schon in Plauen. Das hat der Babelsberger Torwart bestimmt im Fernsehen gesehen."

Entwarnung gibt es für den in der 9. Minute von Babelsbergs Keeper Gladrow böse gefoulten Matthias Steinborn (siehe obenstehendes Foto). Der Mittelfeldspieler war noch am Mittwoch Abend zur medizinischen Untersuchung in den Pfeifferschen Stiftungen. Beide Knie sind stark angeschwollen, aber Bänder, Sehnen und Gelenke offensichtlich heil. Während das komplette Team gestern in zwei Gruppen (eingesetzte Spieler und Reservisten) trainierte, war Steinborn zur Reha.