Halberstadt l Sonnabend um 13.30 Uhr ertönt im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld der Anpfiff zum 5. Regionalliga-Spieltag des VfB Germania Halberstadt. Der selbsternannte Titelanwärter FC Carl Zeiss, derzeit mit zwei Punkten aus drei Partien auf dem 14. Tabellenplatz, empfängt dabei den Zwölften Halberstadt, mit vier Zählern aus vier Begegnungen.

Gästetrainer Achim Hollerieth macht sich am Sonnabend-Vormittag nach einem gemeinsamen Frühstück mit "voller Kapelle" auf den Weg in Richtung Kernberge. "Es sind alle 22 Akteure einsatzbereit", freute sich der 40-Jährige.

Die Thüringer haben bekanntlich vor wenigen Tagen ihren Cheftrainer gewechselt, stehen vor heimischer Kulisse unter Druck. Hollerieth ("Wir hätten auch gern das ein oder andere Pünktchen mehr auf dem Konto") will seiner Elf den Druck nehmen: "Es ist ähnlich wie vor dem Derby gegen den FCM: Wir haben als Außenseiter nichts zu verlieren, können nur gewinnen. So soll meine Mannschaft bitteschön auch auftreten - mit breiter Brust."

Im Gegensatz zum letzten Kontrahenten aus Bautzen, der größtenteils nur mauerte, rechnete der VfB-Übungsleiter am Sonnabend mit einem offensiver eingestellten Gegner: "Jena ist sehr spielstark, die Qualität des Kaders enorm gut. Ich erwarte nicht, dass die Thüringer hinten drinstehen." Weil sich die Germania gegen kompakt stehende Mannschaften bislang schwer tat, eröffnen sich nach Meinung Hollerieths da-raus Chancen: "Wenn der Raum da ist, müssen wir die Chance nutzen und unsere Spitzen setzen. Am liebsten wäre mir ein frühes Tor von uns, so dass womöglich die Stimmung beim FCC kippt, sich Unzufriedenheit breitmacht."

Kurz vor Ende der Transferfrist gibt es beim VfB keine weitere Neuverpflichtung. Testspieler Jeremy Franke ist keine Alternative.