Magdeburg l Krevese, das 500-Einwohner-Dorf unweit von Osterburg, ist in froher Erwartung. Und das aus triftigem Grund, treffen doch die Landesligakicker des Kreveser SV in Runde zwei des Fußball-Landespokals am Sonnabend (Anstoß 15 Uhr) auf keinen Geringeren als den 1. FC Magdeburg.

"Es ist das größte Spiel in der Geschichte unseres Fußballvereins", freut sich dessen Vorsitzender Rainer Bissinger, der hofft, dass die Zuschauerzahl eine vierstellige wird. Der Krevrser SV, derzeit als Aufsteiger nach je zwei Remis und Niederlagen Schlusslicht der Landesliga Nord, ist deshalb für dieses Spiel ins benachbarte Osterburg umgezogen, wo das dortige Jahn-Stadion an der Landes-Sportschule optimale Voraussetzungen bietet.

Als besondere Herausforderungen für die Altmärker nennt Sebastian Henschel, der die organisatorischen Fäden in den Händen hält, "die riesige Zuschauerzahl, den Ticketverkauf, die Parkplätze und die Versorgung der Gäste". Immerhin werden mehr als 1000 Fans erwartet.

Mit einem großen Überschuss rechnet Henschel dennoch nicht: "Wenn ich mal alle uns entstehenden Kosten betrachte, hoffe ich, dass wir am Ende mit einer schwarzen Null dastehen."

Rein sportlich sehen sich die Altmärker als "krasser Außenseiter" - anders als der FCM, dessen Trainer Jens Härtel fordert: "Wir spielen ein paar Klassen höher und müssen dieses Spiel gewinnen." Ähnlich wie der HFC am Mittwochabend beim TuS Magdeburg-Neustadt, wo Härtel Zaungast war und festgestellt hat: "Der HFC hat das gut gemacht und das Ding sehr professionell heruntergespielt." Über das FCM-Aufgebot für den Sonnabend will Härtel jedoch erst am heutigen Freitag entscheiden.