Halberstadt l Wie schon beim 2:0-Erfolg in der ersten Hauptrunde des FSA-Landespokals beim Landesklasse-Vertreter Blankenburger FV hat sich Regionalligist Germania Halberstadt auch am Freitag im Rahmen der zweiten Runde beim SV Blau-Weiß Dölau (2:1/d.Red.) nicht mit Ruhm bekleckert. Die wichtigste Erkenntnis erläuterte nach der Begegnung in Halle/Saale Germania-Trainer Achim Hollerieth: "Wir sehen zuerst das Positive - wir sind eine Runde weiter."

Klar war es wie so oft, wenn "David gegen Goliath" antritt, eben ein typisches Pokalmatch: Über weite Strecken herrschte Einbahnstraßen-Fußball, der klassenhöhere Gast war optisch und spielerisch klar überlegen, schaffte es aber gegen den aufopferungsvoll kämpfenden "Underdog" mit einem Torwart, der über sich hinaus- wuchs nicht, sich mit Toren abzusetzen. "Deshalb haben wir uns das Leben auch unnötig selbst schwergemacht", so der 40-jährige Übungsleiter.

Die Halberstädter mussten sich in erster Linie die Kritik hinsichtlich der Abschlussschwäche gefallen lassen. In der ersten Halbzeit gab es für die Vorharzer etliche aussichtsreiche Torchancen, "da musst du normalerweise nach 20 Minuten 3:0 führen", so Hollerieth. Auf der anderen Seite kam der drei Ligen tiefer spielende Gastgeber zweimal vor das VfB-Tor und traf dabei einmal.

In Sachen Effektivität hatte Dölau entsprechend die Nase vorne. "Beim Ausgleich kurz vor der Pause gingen unsere Köpfe runter", notierte sich Halberstadts Trainer, "es kam Hektik auf, anstatt die Kugel einfach weiter laufen zu lassen." Lob hatte er für seine Elf dennoch über: "Wie wir dann aus der Kabine gekommen sind, war in Ordnung. Wir haben mit dem 2:1 sofort eine Antwort parat gehabt."

Kein Verständnis hatte der Coach jedoch für die Undiszipliniertheit Telmo Teixeiras, der diesmal von Anfang an randurfte, aber 25 Minuten vor dem Abpfiff nach Gelb-Rot vom Platz flog. "Absolut unnötig, dass er im gegnerischen Strafraum so foult. So kamen wir wieder in Schwulitäten. Dem Team fehlte es danach an Ruhe und Cleverness."