Magdeburg/Hannover l Rechtzeitig vor dem Auswärtsspiel bei den heimstarken "Recken" herrscht beim SC Magdeburg Vollzähligkeit. Dennoch bedeutete die Rückkehr der Rekonvaleszenten Yves Grafenhorst und Jacob Bagersted nicht, dass sie gleich mit in die Vollen gehen konnten, nachdem die Teamkollegen am trainingsfreien Dienstag ihre Akkus aufgeladen hatten. Das Pensum müsse Schritt für Schritt gesteigert werden, um allen Risiken aus dem Weg zu gehen, gab Trainer Geir Sveinsson zu bedenken.

Vor allem bei Neuzugang Bagerstedt, der es nach seinem Wechsel an die Elbe offensichtlich kaum erwarten kann, die Vorschusslorbeeren in tatkräftige Hilfe für die Mannschaft ummünzen zu können, ist Vorsicht geboten. Der bullige Kreisspieler hatte nach der sich in der Vorbereitung hinziehenden Muskelverletzung möglicherweise falschen Ehrgeiz gezeigt und zu früh wieder Gas gegeben. "Das soll mir nicht noch einmal passieren", hat sich das "Schwergewicht" im Magdeburger Kader (110 Kilo) vorgenommen. Denn seine erneut aufgebrochene Verletzung hatte nicht zuletzt zur Folge gehabt, dass die zentralen Abwehrspieler Fabian van Olphen und Michael Haaß seit Wochen unter Dauerbeschuss stehen. "Dass sie durchspielen mussten, hat mir leid getan."

Vor seinem Re-Start hatte Bagersted sozusagen vorgeglüht. Er trainierte am Dienstag bei den Youngsters mit. "Das ging wohl ohne Probleme, sodass wir zu 99 Prozent davon ausgehen können, dass er am Sonntag in Hannover einsatzfähig ist", wusste gestern Manager Marc Schmedt zu berichten. "Bei Yves müssen wir dagegen noch abwarten, wie er die ersten Trainingseinheiten mit der Mannschaft verträgt."

Gespannt ist Schmedt auch, ob der gegen Göppingen erstmals voll überzeugende Rückraum bei den holprig in die Saison gestarteten Hannoveranern (3:5 Punkte) an die gute Offensiv-Leistung anknüpfen kann. "Ich bin erst einmal froh, dass die zuvor geäußerte Kritik am Angriff zu der erhofften Reaktion geführt hat", so der Manager angesichts von je sieben Toren von Jure Natek und Espen Lie Hansen sowie der fünf Treffer von Mittelmann Marko Bezjak. "Das war so, wie wir uns das vorstellen. Jetzt gilt es, die Durchschlagskraft zu stabilisieren."