Zerbst l Jetzt geht`s los ... Am heutigen Sonnabend startet der SKV Rot-Weiß Zerbst in seine zwölfte Bundesliga-Saison im Classic-Kegeln. Und nach mittlerweile neun deutschen Mannschafts-Meistertiteln strebt der sachsen-anhaltische Vorzeige-Club erneut die Titelverteidigung an.

"Natürlich wollen wir wieder Meister werden. Das wäre ja dann schon das zehnte Mal hintereinander. Ich weiß gar nicht, ob es das im deutschen Sport überhaupt schon gab", legt Vereinschef Lothar Müller die Messlatte für seine Mannschaft gleich richtig hoch.

Doch die Gegnerschaft in der Bundesliga hat in der Sommerpause nicht geschlafen. Teamchef Timo Hoffmann sieht "ein deutlich breiteres Spitzenfeld" in der Liga: "Neben den alten Bekannten aus Bamberg, Schwabsberg und Lorsch mischen sicher auch Straubing und Aufsteiger Staffelstein vorn mit."

Allerdings ist Hoffman auch von seinem Team überzeugt: "Wir haben eine intensive Vorbereitung mit starken Testspielgegnern hinter uns. Auch wenn noch nicht jeder Einzelne auf seinem besten Niveau ist, haben wir doch insgesamt einen sehr guten Stand erreicht. Und mit unserem Rückkehrer Marcus Gerdau sind wir mit Sicherheit nicht schlechter als in der letzten Saison."

Die ersten drei Ligaspiele, morgen daheim gegen Zwickau und dann gleich in Bamberg und gegen Straubing, sollen aber auch als Vorbereitung für den am 1. Oktober in Österreich beginnenden Weltpokal dienen. "Wir nehmen jedes Ligaspiel ernst, unterschätzen keinen Gegner. Aber mit der personellen Aufstellung will ich auch dafür sorgen, dass alle Spieler auf Top-Niveau kommen. Beim Weltpokal brauchen wir mehr als sechs Spitzenspieler", meinte Hoffmann.

Auf den heutigen Saisonstart haben die Fans des SKV und Anhänger des Spitzen-Kegelsports in der Region schon eine ganze Weile hingefiebert. Entsprechend erwarten die SKV-Recken ab 13 Uhr auch ein volles Haus am Zerbster "Schützenplatz".

"Gegen Zwickau erwarte ich, egal wer spielt, eine Top-Leistung und einen klaren Sieg", gab sich Hoffmann optimistisch. Und weiter: "Wenn wir uns schon bei einem Heimspiel schwertun würden, müssten wir unsere Saisonziele wohl oder übel überprüfen. Schließlich gibt es gleich drei Titel, den Weltpokal, die Meisterschaft und den nationalen Pokal, zu verteidigen. Und in der Champions League haben wir auch noch etwas gutzumachen."