Magdeburg l Der nächste Heimauftritt des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg gegen Wacker Nordhausen (Freitag, 19 Uhr) ist nicht nur ein Spitzenspiel (Fünfter gegen Zweiter), es gibt auch ein Wiedersehen mit Gäste-Trainer Jörg Goslar (50).

Rückblick: Beim 1:0-Heimsieg am 6. Oktober 2013 war Ex-Coach Andreas Petersen aus der Rolle gefallen (Tätlichkeit gegen seinen Kollegen beim Pausengang durch den Spielertunnel) und anschließend gesperrt worden. Petersen fühlte sich massiv provoziert, weil Goslar beim frühen Platzverweis für Christopher Reinhard (11.) nach Foul an Trainer-Sohn Marcel vehement Rot gefordert hatte.

Nun ist zwar fast ein Jahr vergangen, und der FCM-Übungsleiter heißt nicht mehr Petersen, sondern Jens Härtel, doch automatisch kommen die Erinnerungen wieder hoch.

Zusätzliche Sprengkraft erhält das Spiel durch einen Vorfall aus der laufenden Saison. Bei Plauens 0:2 gegen Wacker am 10. August hatte sich VFC-Coach Michael Hiemisch heftig über den permanent gestikulierenden Nordhauser Trainer beklagt ("Was sich Herr Goslar rausnimmt, ist einfach unsportlich. Ich kann gar nicht glauben, dass so etwas möglich ist. Er beeinflusst pausenlos den Schiedsrichter"). Auch hier gab es eine Rote Karte gegen die Gastgeber (59.), die zuvor drauf und dran waren, in Führung zu gehen. Es liegt also reichlich Zündstoff in der Freitag-Partie.

Für FCM-Sportchef Mario Kallnik ist das Thema indes erledigt, "weil es eine rein personengebundene Sache zwischen zwei Trainern war". Fakt ist aber auch: Kallnik weiß um das Auftreten Goslars und erklärte: "Er ist ein Übungsleiter, der stark polarisiert, und es ist sicherlich auch ein Stück Strategie dabei, den gegnerischen Trainer zu reizen und so zu versuchen, die eigene Mannschaft zu motivieren. Nicht ganz fair, nicht ganz höflich, aber was soll`s ... Ich hoffe, wir geben am Freitag sportlich die richtige Antwort."