Stendal l Der Stendaler Michael Kartenberg hat am Sonntag in der C1 beide Rennen gewonnen. Im vergangenen Jahr gelang ihm dieses Kunststück mit einer Gastlizenz schon einmal.

Bisher schlug Kartenbergs Herz ganz für Motocross. Bei den ADAC MX-Masters ging er regelmäßig an den Start und betrachtete das Supermoto als schöne Abwechslung. Das soll sich jetzt ändern.

"In der kommenden Saison soll es beim Supermoto eine internationale und eine nationale Klasse zur Deutschen Meisterschaft geben. Ich werde wahrscheinlich die komplette Serie der nationalen Klasse mitfahren", sagte er am Sonntag nach seinem Sieg.

Mit den deutschlandweiten Starts beim Cross soll es dann ein Ende haben. Kartenberg möchte sich in Zukunft auf seine Motocross-Schule konzentrieren, aber auch einige lokale Cross-Rennen fahren.

"Noch vor einem Jahr hätte ich nicht gedacht, dass ich jetzt schon diesen Wechsel machen werde", gibt er zu. Aber trotz seiner jungen 24 Jahre zwingt ihn sein Körper zum Kürzertreten. "Ich habe nach einigen Verletzungen starke Probleme mit der Schulter. Das soll zwar noch einmal operiert werden, aber um auf dem Niveau, auf dem ich bisher gefahren bin zu bleiben, mit bis zu zehn Stunden Krafttraining pro Woche, wird es nicht reichen", sagt er.

Im Supermoto sieht er dagegen Perspektiven für sich. "Die konditionellen Anforderungen sind nicht so hoch und durch die andere Körperhaltung auf dem Motorrad fällt es mir einfach leichter", so Kartenberg. Außerdem sieht im Kreise der Supermoto-Piloten eine größere Kollegialität, als es zuletzt beim Motocross der Fall war: "Hier hilft noch jeder jedem, auch wenn man in der selben Klasse startet. Außerdem will ich auch mal was Neues machen".

In naher Zukunft hat Kartenberg aber zuerst einige private Höhepunkte vor der Brust. Er sieht Vaterfreuden entgegen (im Oktober ist es soweit) und er muss "auch endlich mal die Bachelorarbeit zuende schreiben".