Magdeburg l Man kann noch so lange ins Gesicht von Geir Sveinsson schauen, den Zocker findet man dort nicht unbedingt. Er kann super mit einem Auge zwinkern, er kann sogar mit beiden Augen lächeln. Er kann seinen Körper elegant in die Stuhllehne drücken, aber besonders beeindruckend ist es, wie er manchmal halb auf dem Tisch liegend seinen Handball erklärt. Aber würde er wetten?

Der SCM-Trainer hat zumindest mehrere Hinweise für alle Freunde der Wette gegeben zum Ausgang des Duells gegen Flensburg-Handewitt am heutigen Mittwoch in der Getec-Arena (20.15 Uhr, Sport1), wofür bis gestern Mittag 5450 Tickets verkauft worden waren. "Nimmt man die letzten zehn Spiele, stehen die Chancen bei 30:70", erklärte er mit Hinweis auf den Champions-League-Sieg der Flensburger. "Aber klar wollen wir zu Hause gewinnen, die Chancen stehen bei 50:50."

Es wäre nun äußerst vermessen, dem SCM die Favoritenrolle zuzuschieben. Es ist nämlich heute egal, dass der SCM sein Heimspiel im vergangenen Jahr gewann, und es ist ebenso egal, dass der SCM (7:3) ähnlich gut in die Saison gestartet ist wie der Kontrahent (6:2). "Flensburg", so Sveinsson, "ist eine der besten Mannschaften der Welt, auf jeder Position mit Weltklasse besetzt." Der Sportliche Leiter Steffen Stiebler erklärte: "Wichtig ist, dass wir den Schwung aus dem Hannover-Spiel (28:24/d. Red.) mitnehmen und den Sieg dort nicht für selbstverständlich halten. Wir müssen uns in jedem Spiel unsere Leistung erkämpfen."

Entscheidend werde das Abwehrverhalten sein, das mit Jacob Bagersted zuletzt eine zusätzliche Stabilität erfahren hat. Sveinsson wird zunächst der 6-0 vertrauen, aber "man muss einen Plan B haben", verwies er auch auf die Stärke von Holger Glandorf, mit 25 Toren bester Werfer der SG, die ohne Personalsorgen anreisen wird. Ebenso sind alle Magdeburger auf ein "hartes Spiel" vorbereitet, so Sveinsson, der dann noch einen letzten Hinweis auf den Ausgang gab: "Flensburg ist nicht unschlagbar."