Magdeburg l Wenn die Regionalliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg in Berlin antreten müssen, beschleicht die Fangemeinde stets ein ungutes Gefühl. Zu oft wurden sie enttäuscht, die Bilanz in der Bundeshauptstadt - miserabel. Morgen ist es wieder soweit, die Elbestädter gastieren beim Berliner AK (13.30 Uhr, Poststadion).

Einer der "Spielverderber" ist ausgerechnet der jetzige Club-Trainer Jens Härtel, der zwischen 2011 und 2013 den morgigen Gegner coachte und kein Spiel gegen den FCM verlor. 2011/12 gab es sogar zwei Siege (4:2, 2:1), im Jahr darauf hieß es jeweils 1:1. In der vergangenen Saison, als Härtel zu RB Leipzig gewechselt war, mussten sich die Magdeburger auswärts erneut geschlagen geben (1:3).

Richtig peinlich wird`s beim Blick auf die Statistik gegen die U 23 von Hertha BSC Berlin. Die letzten fünf Auswärtsspiele gingen ausnahmslos verloren! Der Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark scheint ganz offensichtlich kein gutes Pflaster für Magdeburg zu sein.

Auch bei Viktoria Berlin haben die Blau-Weißen noch nicht gewonnen. Telmo Teixeira rettete im Vorjahr mit seinem Tor in allerletzter Sekunde wenigstens einen Punkt (Endstand 2:2).

Ex-Geschäftsstellenleiter Bernd Tiedge hat schon mehrfach auf diese Schwachstelle hingewiesen: "Hätte die Mannschaft in ihren Spielen gegen die Berliner Vereine nicht so schlecht abgeschnitten, wäre 2013/14 der FCM und nicht Neustrelitz Meister geworden." Es hätte in der Tat locker reichen können. Zwölf Zähler betrug seinerzeit der Rückstand, die Elbestädter holten gegen die Hauptstadtclubs aber nur acht von 24 möglichen Zählern.

Morgen heißt es nun: Auf ein Neues. Aber Vorsicht! Gegen die Gäste spricht nicht nur die Negativbilanz. Der BAK hat nach der Trainerentlassung (Özkan Dümüs für Dietmar Demuth) seine Talfahrt gestoppt, gewann zuletzt 3:1 in Auerbach.