Zerbst l Im Kampf gegen 13 nationale Meister wollen sich die Rot-Weißen erneut die Kegelkrone aufsetzen.

Allerdings hat die internationale Konkurrenz personell mächtig aufgerüstet. "Ich sehe wieder die altbekannten Verdächtigen als härteste Konkurrenten. Denn sowohl Podbrezova als auch Szeged und die Serben aus Belgrad haben sich super verstärkt", warnt SKV-Chef Lothar Müller. Auch Zapresic und St. Pölten seien schwere Gegner. "Und es kommen nun einmal nur vier Teams in die Spiele um die Medaillen."

Morgen und übermorgen müssen die Zerbster im Spiel über sechs Kegler pro Team unter die besten vier Mannschaften kommen, um am deutschen National-Feiertag noch im Rennen um den "Pott" zu sein.

"Unsere Vorbereitung lief glänzend. Bis zum Start in die Bundesliga war ich fest davon überzeugt, dass wir stark genug aufgestellt sind, um unser Ziel, das Halbfinale, zu erreichen. Aber für mich persönlich waren die ersten Liga-Spiele schon etwas ernüchternd. In jeder Partie hatte ein anderer Akteur einen Hänger. Bisher fehlte uns noch die Konstanz", blickt Müller etwas besorgt auf sein Team.

"Ich hoffe aber, dass in Österreich der Knoten platzt. Vielleicht geben die Jungs ja gerade da die richtigen Antworten", wird er gleich wieder optimistischer. "Und wenn wir die Qualifikation überstehen, ist in den K.o.-Spielen alles möglich."

Auch Mannschaftskapitän Timo Hoffmann hofft auf eine Stabilisierung: "Jeder hat in dieser Saison schon überragend gespielt. Aber es gab immer wieder den einen oder anderen Aussetzer. Den dürfen wir uns natürlich nicht leisten."

Der scharfe Start in das Projekt Weltpokal erfolgt morgen in Hard. Wenn, wie erwartet und erhofft, der Sprung ins Halbfinale glückt, geht es am Freitag in Koblach um den Einzug ins samstägliche Finale. "Dort gibt es dann gleich gar keine schwachen Teams mehr. Wenn wir da noch dabei sind, ist auch die Titelverteidigung drin", wünscht sich auch Hoffmann ein Happy End. Also, auf geht´s Zippel Zerbst!