Halberstadt l Die Erleichterung im Friedensstadion war allgegenwärtig, als Referee Lutz Rosenkranz die Partie von Fußball-Regionalligist Germania Halberstadt gegen Viktoria Berlin (2:0) abpfiff. Trainer Achim Hollerieth konnte man diese im ersten Augenblick nicht ansehen, zu schnell war er in der Kabine verschwunden. "Das sind so Situationen, die man in Stille genießen möchte", erklärte der Germania-Coach, der auch zu den im Vorfeld immer wieder aufgetretenen Fragen Stellung nahm.

"Wir hatten keine Krise, wir haben höchstens ein paar Spiele unglücklich verloren. Die Jungs geben in jedem Training Gas, arbeiten und rackern. Wenn man die Mannschaft dann glücklich in der Kabine sieht, baut das einen richtig auf. Am Ende der Saison wollen wir zwei Mannschaften hinter uns lassen. Wer mehr erwartet, ist ein Träumer", so Hollerieth.

Auch einen Tag später lobte er seine Elf, von der er sich zwar "in der ersten Halbzeit ein bisschen mehr Konsequenz in bestimmten Abschlusssituationen" gewünscht hätte, die es aber auch in der zweiten Halbzeit "immer weiter probiert und an sich geglaubt hat".

Einzelne Spieler wollte er dabei nicht hervorheben, es ging nur über eine gute Mannschaftsleistung. Stellvertretend führte er Carl-Christoph Labisch an, dessen Einsatz lange Zeit auf der Kippe stand, der dann aber auf ungewohnter Position als Rechtsverteidiger eine starke Leistung ablieferte. "Durch den Ausfall von Kevin Schlitte, Philip Schubert und Frederic Schütze fehlten drei Defensivspieler, unter der Woche mussten wir viel probieren", blickte der Germania-Trainer zurück. Mit seiner Rettungsaktion kurz nach der Pause verhinderte Labisch sogar einen Rückstand. Auch der später zurückbeorderte Florian Beil rettete einmal stark. "Es ist wurst, auf welcher Position - die Spieler müssen immer alles für die Mannschaft geben", so Hollerieth.