Magdeburg l Verliert Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg frühzeitig den Anschluss an die Tabellenspitze? Nach der enttäuschenden Vorstellung beim Berliner AK (1:2) ist der Club auf den neunten Platz zurückgefallen. Die Volksstimme nennt Gründe für den mäßigen Saisonstart.

Die Auswärtsschwäche
Schon im Vorjahr hatte der Club viele Punkte in der Fremde liegengelassen. Besser ist es im laufenden Spieljahr bislang nicht geworden (erst ein Punkt in drei Partien).

Das Berlin-Trauma
Zum wiederholten Mal gingen die Elbestädter in der Bundeshauptstadt leer aus. Die Spieler sind mittlerweile selber verunsichert. "Man kann sich so etwas auch einreden", erklärte Kapitän Marius Sowislo. Auch Lars Fuchs hadert mit dem Schicksal und forderte: "Warum sagen wir nicht einfach: ,Ein Auswärtsspiel in Berlin - na und! Wir sind der 1. FC Magdeburg und ziehen das Ding.`"

Die mangelnde Effektivität
Zu viele Chancen bleiben ungenutzt. Hinzu kommt: Im Vorjahr war Christian Beck die "Lebensversicherung" des FCM, traf stolze 22-mal, häufig per Kopf. Diese Treffer fehlen jetzt (erst ein Tor). Als zusätzliches Handicap erweist sich, dass der 26-Jährige nicht fit ist (Knieprobleme).

Einige Spieler sind nicht in der Form von 2013/14
Akteure wie die Außenverteidiger Nico Hammann oder der begnadete Techniker René Lange waren im Vorjahr eine Bank. Derzeit leisten sie sich zu viele (Leichtsinns)-Fehler und beschwören so unnötige Gefahr herauf.

Verletzungssorgen
Dem FCM fehlen derzeit so wichtige Akteure wie Silvio Bankert, Felix Schiller, Christopher Reinhard und Christoph Siefkes.

Die Umstellung
Gerade die Jüngeren scheinen damit Probleme zu haben. Fuchs: "Es ist ein Unterschied, ob ich als junger Spieler beim BAK, Hertha II oder Union II vor 250, 300 Zuschauern oder beim 1. FC Magdeburg spiele, wo die Ansprüche deutlich höher sind."