Magdeburg l Zu Beginn der Saison war beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg die Zuversicht groß: Mit einem neuen Trainer, sieben zum Teil namhaften Verstärkungen und einem klaren Ziel vor Augen schien endlich der Weg frei für die Staffelmeisterschaft und das lang ersehnte Ziel dritte Liga. Doch nach knapp einem Viertel der Saison ist Ernüchterung eingekehrt.

Die Ausbeute von elf Punkten aus sieben Spielen ist nicht das, was sich der Titelanwärter erhofft hatte. Zu Hause kann sich die Bilanz zwar sehen lassen (drei Siege, ein Remis), auswärts hinkt man den Ansprüchen (ein Unentschieden, zwei Niederlagen) indes weit hinterher. Zuletzt gab es ein 1:2 beim Berliner AK. Und der Spielplan will es so, dass zwei weitere Partien in der Fremde folgen - am Freitag (13.30 Uhr) beim kampfstarken VfB Auerbach, am 11. Oktober (13.30 Uhr) das Gastspiel beim FSV Zwickau.

Die Meinungen darüber, woran es liegt, dass der Start nur durchwachsen verlief, gehen weit auseinander. Ein Beispiel: Wurde zu Anfang Kritik an der Defensive laut, weil sich diese als zu instabil erwies (sechs Gegentore nach zwei Spielen), muss sich jetzt die Offensive Vorwürfe gefallen lassen, weil häufig die nötige Durchschlagskraft fehlt.

Trainer Jens Härtel lässt sich zumindest nach außen nicht aus der Ruhe bringen: "Wir werden weiter hart arbeiten und uns entsprechend belohnen." Der 45-Jährige bekräftigte: "Dass es ein schwerer Weg wird, wusste jeder. Gegen den FCM sind zudem alle Teams motiviert und voller Leidenschaft. Größtes Problem bei uns ist derzeit die mangelnde Effektivität."

Vielleicht platzt am Freitag der Knoten. Auerbach ist Vorletzter und momentan die "Schießbude der Liga" (in acht Begegnungen bereits 20 Gegentreffer). Keine schlechten Voraussetzungen also, endlich den ersten so dringend benötigten Auswärts-Dreier einzufahren.