Magdeburg l Einen Verkaufsrekord vermeldet der FCM auch für das Restkontingent von 600 Tickets, die am Mittwoch über den Ladentisch gingen. "Innerhalb von 25 Minuten waren diese Eintrittskarten restlos vergriffen", berichtet Geschäftsstellenleiter Matthias Kahl. Der FCM hat somit insgesamt 22 000 Tickets abgesetzt. Das Gästekontingent von 2500 wird derzeit in Leverkusen angeboten. Aufgrund von Sicherheitsvorgaben dürfen nicht alle der verfügbaren 26 000 Eintrittskarten verkauft werden.

Doch bis zum sportlichen Jahreshöhepunkt warten auf den FCM jetzt erst einmal drei Auswärtsspiele in Folge: am morgigen Freitag (13.30 Uhr) das Regionalligaspiel beim VfB Auerbach, am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) das Achtelfinale des Landespokals bei Süd-Landesligist Eintracht Elster und am 11. Oktober beim Vierten der Nordost-Regionalliga, dem FSV Zwickau. Einzige Heimaufgabe bis zum 29. Oktober ist das Duell mit der TSG Neustrelitz (19. Oktober). Der letzte Test vor dem DFB-Pokalspiel findet am 25. Oktober bei Budissa Bautzen statt.

Sportchef Mario Kallnik gab sich vor dem Auerbach-Trip ausgesprochen zuversichtlich: "Auch wenn ich mich jetzt weit aus dem Fenster lehne: Ich war in den letzten Tagen dicht dran an der Mannschaft und glaube, dass sie jetzt den nächsten Entwicklungsschritt im Professionalisierungsprozess machen wird." Der 39-Jährige weiter: "Gerade die Führungsspieler haben das ärgerliche 1:2 beim Berliner AK kritisch ausgewertet."

Mit Blick auf die unbefriedigende Gesamtsituation mit Tabellenplatz neun sagte Kallnik: "Die sportliche Führung ist nach wie vor davon überzeugt, dass die Zusammensetzung des Kaders passt, dass wir also nicht, wie zuletzt in der Öffentlichkeit des Öfteren zu hören, Masse statt Klasse verpflichtet haben, sondern dass es genau umgekehrt ist. Das bedeutet aber natürlich auch, dass jetzt die Spieler gefordert sind."

Das sehen die Angesprochenen nicht anders. Lars Fuchs, mit vier Treffern in der laufenden Saison bislang erfolgreichster FCM-Torschütze, strotzt vor Zuversicht, "dass wir in Auerbach den Bock endlich umstoßen. Alles andere als ein Sieg zählt nicht", sagte der 32-Jährige. Marius Sowislo raufte sich die Haare angesichts der zuletzt vielen herausgespielten Tormöglichkeiten und der wenigen daraus resultierenden Treffer: "Die positive Seite ist, dass wir in allen bisherigen Spielen meist spielbestimmend waren und eine große Anzahl Chancen erarbeitet haben. Negativ ist allerdings, dass wir die Dinger einfach nicht machen." Auch der FCM-Kapitän ist überzeugt, dass die Elf von Trainer Jens Härtel in Auerbach mit ihrer offensiven Grundeinstellung drei Punkte einfahren wird: "Wenn wir so wie bisher weitermachen, werden wir uns für unser Engagement auch selbst belohnen. Ich halte es für sehr wichtig, dass wir mal 1:0 oder sogar 2:0 in Führung gehen und dann gelöst rangehen können."

Erste Vorkehrungen trifft der FCM: Bereits nach dem heutigen Training startet die Mannschaft ihre Dienstreise ins Vogtland.