Magdeburg/Gummersbach l Das Duell zwischen den Altmeistern aus Magdeburg und Gummersbach fasziniert die Handball-Fans hüben wie drüben immer wieder aufs Neue. Und so wundert es auch niemanden wirklich, dass die Partie bei den Oberbergischen am Sonntag (15 Uhr) in der Schwalbe Arena zum Verkaufsschlager avanciert. Nach Informationen der Gastgeber ist der Andrang auf die Tickets "wie zu erwarten war sehr groß". Und so wurde auf der Homepage des Vereins bereits am Mittwoch vermeldet, dass "nur noch vereinzelte Plätze" in der erst im Vorjahr fertiggestellten, 4 078 Zuschauer fassenden Schwalbe Arena zur Verfügung stünden.

Den in fünf Spielen in Folge ungeschlagenen SCM erwartet demnach also eine vor Spannung knisternde Atmosphäre, zumal der in dieser Saison wiedererstarkte VfL Gummersbach durch die unerwartete 24:25-Niederlage beim Aufsteiger Erlangen noch zusätzlich unter Zugzwang geraten ist. Trotz des anhaltenden Aufwindes, der den SCM nach sechs Spieltagen bereits auf Rang drei katapultiert hat, geht auch Trainer Geir Sveinsson nicht von einem Selbstläufer beim VfL aus. "Nur weil Gummersbach zuletzt verloren hat, bedeutet das nicht, dass sie schwach sind. Ich bleibe dabei: Es wird sehr schwer, die zwei Punkte dort zu gewinnen", so der Coach, der bei der Vorbereitung auf das Traditionsduell aus dem Vollen schöpfen kann.

Derweil ärgert sich Gummersbachs Trainer Emir Kurtagic immer noch, dass sein Team in Erlangen eine 19:15-Führung noch aus der Hand gegeben hat. Im Angriff seien die Spieler zu fahrlässig mit ihren vielen Chancen umgegangen, und auch die Abwehrleistung habe bislang kaum gekannte Schwächen gezeigt. "Mit einer solchen Leistung hat man in der Bundesliga gegen jede Mannschaft Probleme", moniert der 35-jährige Coach, der dennoch optimistisch nach vorne schaut: "Wir wissen ja, dass wir mehr können. Und mit der Unterstützung der Fans werden wir uns gegen Magdeburg ganz sicher wieder von einer besseren Seite zeigen."