Magdeburg l Wenn selbst der dauerkritische Grieche Gefallen am Spiel seiner Mannschaft gefunden hat, dann kann das nur eine gute Saison werden. Dimitris Polychroniadis hat nämlich viel Gutes gesehen bei seinen neuformierten Otto Baskets, die am vergangenen Sonntag ihren letzten Test in der Gieseler-Halle gegen Iserlohn Kangaroos (Pro B Süd) mit 78:82 knapp verloren haben. Der 45-Jährige hat "einen wichtigen Schritt in der Entwicklung" ausgemacht, er hat gesehen, "dass die Mannschaft bis zum Schluss Willen gezeigt hat". Und besonders gefreut hat er sich über die Dreierquote, die bei 48 Prozent (11 Treffer aus 23 Versuchen) gelegen hat. "So wollten wir das haben", meinte der Coach. Was er nicht haben will, sind voreilige Euphorie und übertriebener Anspruch, wenngleich sein Power Forward Steven Monse erklärte: "Sponsoren und Fans brauchen etwas Greifbares als Ziel, und wir wollen in die Play Offs einziehen."

An diesem Sonnabend beginnt für die Otto Baskets die Saison in der 2. Bundesliga Pro B beim Vorjahresmeister Baskets Akademie Weser/Ems in Oldenburg (19 Uhr). "Das wird eine echte Hausnummer", meinte der 24-jährige Monse, der im Sommer nach zweijährigem Gastspiel von den Niners in Chemnitz zurückgekehrt ist. Monse gehört mit seinen 1,98 Metern zu den Längsten im vergleichsweise kleinen Team. Nur vier Spieler messen über 1,90 Meter. Power Forward Joe Buck ist der Größte mit 2,01 Metern und der Erfahrenste mit 33 Jahren. Der Altersdurchschnitt liegt dennoch bei jungen 23,3 Jahren. Das sind die wichtigsten Zahlen in der Statistik des bisherigen Teams. Ein weiterer Akteur für die Center-Position soll noch verpflichtet werden.

Bei der Zusammenstellung des Kaders, erklärte BBC-Geschäftsführer Toni Kohlmeyer, "haben wir darauf geachtet, keine Individualisten, sondern Teamplayer zu holen". Dennoch benötigt auch Polychroniadis einen verlängerten Arm auf dem Parkett. "In der Regel sind das die Aufbauspieler", sagte der Coach. Und die heißen in erster Linie Chris Frazier (24 Jahre) und Jonathan Ghebreigziabiher (23), kurz "Ghebre" genannt.

"Wir haben noch viele Baustellen", meinte Polychroniadis nach einer Vorbereitung, in der die Spieler kleckerweise in Magdeburg eintrudelten. Sein persönliches Ziel lautet: "Wir wollen in Oldenburg besser sein als im letzten Test." Die neuen Baskets kommen stärker und mit mehr Tempo aus der Bewegung als die aus der Pro A abgestiegene Formation der Vorsaison. "Aber wir können schneller sein, wenn die Abstimmung stimmt", so der Coach. Und wenn die stimmt, blickte Steven Monse voraus, "dürfen sich die Fans auf eine richtig gute Saison freuen".