Stendal l Es war von der Konstellation her natürlich ein Kampf David gegen Goliath. Schließlich spielen die Gäste in der höchsten Spielklasse von Sachsen-Anhalt. Zudem hatten sie an diesem Wochenende lediglich diese Pflichtspiel-Aufgabe in der Altmark.

Eine Lücke mit Mannschaftskorsett hatte die HSG jedoch zu schließen. Ihr Führungsspieler Maik Baumbach konnte nicht mitwirken. Dennoch hatten sie klar die Favoritenrolle inne.

Doch von Beginn an entwickelte sich ein ausgeglichenes Match, in dem die Stendaler gegen den zweite Klassen höher angesiedelten Kontrahenten richtig gut aussahen. In der ersten Hälfte konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, so dass das 12:12 zur Halbzeitpause praktisch die logische Konsequenz sein musste.

In der zweiten Spielhälfte wurde der keineswegs schwächelnde Gastgeber immer besser. Er war es, der dem Favoriten einen Schreck nach dem anderen einjagte.

Chris Rosentreter war zur 21:18-Führung ein, Elias Tembe markiert das 22:19 beziehungsweise 24:21. Immer wieder sorgte Lok-Keeper Sven Kurze mit tollen Paraden für misslungen HSG-Angriffe. Dann aber erfolgte - nach einer Auszeit, in der der HSG-Trainer "jetzt aber vor allem sicher Pässe" forderte der Wolfener Schlussspurt. Und tatsächlich brachte der nach 58 Minuten eine 25:25-Unentschieden ein.

Doch die Stendaler ließen sich dadurch nicht beeindrucken. Kurze hielt weiter auf sensationellem Niveau und Norman Elsner fasste sich zweimal ein Herz und sorgte mit sehr präzisen Würfen für eine Handball-Sensation an der Schillerstraße.

Stendal: Vogel, Kurze - Schumann 7, Lemme 3, Hentschke 3, Leinung 1, Rosentreter 5, Elsner 2, Tembe 4, Hepper 2, Bernert, Hornuff.