Magdeburg l Die 350 Zuschauer verließen am Sonnabend nach dem Schlusspfiff der Handball-Drittliga-Partie Lok Pirna gegen den SC Magdeburg II enttäuscht die dortige Sporthalle Sonnenstein. Die angedachten Punkte nahmen die Gäste mit dem 36:29 (17:12)-Erfolg mit nach Magdeburg. Zudem kletterte das Wiegert-Team auf Rang eins der Tabelle.

Der SCM II trat erneut ohne den verletzten Alexander Saul, der zwar auf dem Protokoll stand, aber noch geschont wurde, an. Ging mit 2:0 in Führung, musste sich aber in der 7. Minute den 3:3-Ausgleich gefallen lassen. Pirna blieb in der Folge zunächst weiter im Spiel, doch nach dem 8:14 (25.) sah es schon nach einer Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste aus.

Treffer von Tomasz Geballa und dem flinken Andre Czech brachten die Magdeburger bis zur Halbzeit mit 17:12 nach vorn, bei besserer Chancenverwertung hätte die Führung höher ausfallen müssen. Zu schnell vergebene Angriffe und einige technische Fehler verhinderten diese Möglichkeiten.

Nach der Pause kam eine andere Heimmannschaft aus der Kabine. Besonders erfolgreich waren dabei die ehemaligen Magdeburger Vladan Kovanovic aus dem Rückraum (7 Treffer) und Nick Weber im Tor. Angefeuert mit Trommeln und Trompeten schaffte der Gastgeber bis zur 45. Spielminute den Ausgleich zum 24:24. Jetzt stand die Halle Kopf, das Spiel schien zu kippen.

Doch die "Eisenbahner" waren danach aber schnell geschockt, als die Gäste bis zur 50. Minute durch Tore von Andre Czech und Vincent Sohmann wieder mit 28:25 führten. Die Gegenwehr der Pirnaer war jetzt gebrochen und nach Treffern der Youngster Friedrich Kleinert und Nico Richter sowie den Gebrüdern Gebala konnte der Vorsprung bis zur 56. Minute auf 31:26 ausgebaut werden. Das reichte aus, um das Spiel mit 36:29 zu gewinnen und die Tabellenführung zu erobern.

Trainer Bennet Wiegert meinte nach dem Spiel: "Wir waren über 60 Minuten die bessere Mannschaft. Unverständlich, dass wir nach der Pause das Spiel durch den Zwischenspurt der Gastgeber fast noch aus der Hand gegeben haben. Mein Lob geht aber an die Mannschaft, da sie sich nach dem 24:24 stark präsentiert hat, um siegreich zu bleiben."

SC Magdeburg II: Ambrosius Schneider - T. Gebala 8, Zimmermann 3, Janke 3, Czeech 7, Sohmann 11/3, M. Gebala 3, Wiebe, Kleinert 1, Richter 1

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