Halberstadt l Nach dem zweiten Sieg in Serie geht man bei Fußball-Regionalligist Germania Halberstadt selbstbewusst und deutlich unbeschwerter an die kommenden Aufgaben. Als Dank für den "hohen Aufwand", so Trainer Achim Hollerieth, bekam seine Elf zwei trainingsfreie Tage.

Das klare 3:0 beim bisherigen Spitzenreiter Union Berlin II war gleichzeitig das Ende der "Berliner Wochen": Gleich viermal nacheinander ging es für die Vorharzer gegen Hauptstadtclubs. Die Bilanz fiel dabei mit zwei Niederlagen (BFC Dynamo, Hertha II) und zwei Siegen (Viktoria, Union II) bei 6:6 Toren ausgeglichen aus.

Dass der erste Auswärtssieg im fünften Versuch allerdings bitter notwendig war, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Mit Viktoria Berlin, Auerbach und Babelsberg hat auch die direkte Konkurrenz gepunktet. Hollerieth weiß, dass es eng zugeht. "Es sind nur zwei Punkte rauf bis Rang acht oder runter zum ersten Abstiegsplatz. Darum bewerten wir diesen Sieg nicht über, genauso wie wir auch die Negativserie zuvor nicht überbewertet haben."

Der 41-Jährige lobte vor allem die Einstellung seiner Mannschaft, die sich die drei Punkte "redlich verdient" hatte. "Selbst nach dem 3:0 haben die Jungs nicht nachgelassen und weiter Gas gegeben. Die Laufbereitschaft war tadellos." Grundlage für den Auswärtssieg dürfte auch Hollerieths Taktikänderung gewesen sein. Nachdem er zuletzt mehrfach im 4-1-4-1-System spielen ließ, schwenkte er diesmal auf die "Doppelsechs" um. "Wir wollten den torgefährlichen und schnellen Außen von Union keinen Zentimeter Luft lassen, daher galt es, kompakt zu stehen, permanent und früh zu stören. Unsere Verteidiger gingen mehrfach schon auf Höhe der Mittellinie in die Zweikämpfe." Mit Erfolg, wie sich herausstellte. Das Spielsystem des VfB kann sich aber schon im nächsten Ligaspiel wieder ändern, denn, so Hollerieth, "wir wollen variabel sein".